Unterricht in der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung.
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Unterricht in der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung.

ÜLU

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung macht die Lehrzeit attraktiver

Auszubildende im Handwerk profitieren neben den Lernorten Betrieb und Berufsschule auch von einer dritten Lernumgebung: der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU). Die überbetrieblichen Kurse sind Teil der beruflichen Qualifizierung und finden während der Ausbildung in den Bildungszentren der Handwerkskammern statt.

Als ein entscheidender und über die Jahre bewährter Bestandteil der beruflichen Ausbildung im Handwerk unterstützt die ÜLU die Betriebe bei ihrer wichtigen Arbeit als Fachkräfteschmiede.

Der hohe Stellenwert der ÜLU ist auch im Berufsbildungsgesetz verankert. Demnach sind die Ausbildungsbetriebe dazu verpflichtet, ihre Lehrlinge jeweils für die überbetrieblichen Lehrgänge freizustellen.

Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängt maßgeblich von der Qualifikation ihrer Mitarbeiter ab. Das gilt in besonderem Maße auch für das Handwerk.

Die ÜLU sichert die Qualität der dualen Ausbildung

Die meisten Handwerksbetriebe sind kleine oder mittlere Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von unter 500 Mitarbeitern. Diese haben sich oft auf Teilbereiche ihres Berufsfeldes spezialisiert und können deshalb nicht alle Ausbildungsinhalte vermitteln.

Hier setzt die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung an und nimmt einen wesentlichen Bestandteil der betrieblichen Ausbildung im dualen System ein. Sie sorgt unabhängig von den Tätigkeitsschwerpunkten der jeweiligen Ausbildungsbetriebe für eine ganzheitliche Erstausbildung des Nachwuchses und ermöglicht es auch kleinen Betrieben, den eigenen Nachwuchs vollumfänglich auszubilden.

Die ÜLU dient als digitale Wissenswerkstatt

Alle Auszubildende erhalten durch die ÜLU eine berufliche Qualifizierung auf einem einheitlich hohen Niveau und dem neuesten Stand der Technik – unabhängig von Ort, Größe und Spezialisierung des Ausbildungsbetriebes.

Zudem leistet die ÜLU eine systematische Vertiefung der beruflichen Grund- und Fachbildung in produktionsunabhängigen Werkstätten.

Die ÜLU ermöglicht die berufliche Mobilität

Der im Handwerk ausgebildete Fachkräftenachwuchs ist so überall in Deutschland mit einem einheitlich gesicherten Ausbildungsniveau arbeitsmarktflexibel, sofort und umfassend einsetzbar.

Die Maßnahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung sind im Einvernehmen mit dem zuständigen Fachverband und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks vom Bundesministerium für Wirtschaft festgelegt.

Darüber, welche Lehrgänge in einem Handwerkskammerbezirk durchgeführt werden, entscheiden die Handwerksinnungen des jeweiligen Kammerbezirks in enger Abstimmung mit ihrer Handwerkskammer vor Ort. Daher kann es sein, dass nicht alle für einen Ausbildungsberuf möglichen überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen vor Ort auch tatsächlich angeboten werden.

Der Berufsbildungsausschuss sowie die Vollversammlung der Handwerkskammer vor Ort beschließen dann auf Grundlage der Abstimmungsgespräche zwischen Innungen und Handwerkskammer über die in Zukunft durchzuführenden Lehrgänge.

Der Besuch dieser Lehrgänge ist dann für die Auszubildenden des jeweiligen Kammerbezirks obligatorisch und der Ausbildungsbetrieb ist gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) verpflichtet, den Lehrling zum Besuch seiner Lehrgänge freizustellen.

Welche Lehrlingsunterweisungen an der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz durchgeführt werden, sagt Ihnen unser Ausbildungsnavigator: www.hwkno.de/ausbildungsnavigator 

Welche überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen es für einen Ausbildungsberuf insgesamt gibt und welche Inhalte dort vermittelt werden, darüber informiert das Heinz-Piest-Institut in Hannover auf seiner Webseite: Unterweisungspläne (hpi-hannover.de)

Lehrgangsgebühren für die Betriebe

Der Ausbildungsbetrieb erhält nach Abschluss des Lehrgangs eine Rechnung über die Lehrgangsgebühr. Für Ausbildungsbetriebe die der SOKA-Bau angehören, übernimmt diese sämtliche Kosten.
Die Höhe der Lehrgangsgebühren kann über die ÜLU-Organisation oder die Ausbildungsberatung erfragt werden.

Lehrgangszuschüsse

Aufgrund verschiedener Fördermittel ist die Lehrgangsgebühr deutlich geringer als die eigentlich entstehenden Lehrgangskosten.

Alle Lehrgänge der Grundstufe (mit Ausnahme der Bauberufe) sowie alle Lehrgänge der Fachstufe werden durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bezuschusst.

Alle Lehrgänge der Fachstufe werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie (mit Ausnahme der Bauberufe) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Zudem wird ein Teil der Lehrgangskosten aus Eigenmitteln der Handwerkskammer beglichen.

Übernachtung der Lehrlinge

Die Übernachtung am Lehrgangsort ist für auswärtige Teilnehmer, soweit die tägliche Heimreise wegen der Lehrgangszeiten nicht möglich ist, kostenlos. Eventuell ist eine Kaution bei der Übernachtungsstätte zu hinterlegen.

Hinweise zur Übernachtung finden sich auf der Webseite des jeweiligen Bildungszentrums: www.hwkno.de/bildungszentren

 






 Link zum Ausbildungsnavigator

www.hwkno.de/ausbildungsnavigator 

 

Förderlogo Europäische Union

Förderlogo Bundesministerium für Wirtschaft und Engerie

Förderlogo Bay. Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie



Treppmann Simon Fotowerkstatt Gahr & Popp

Simon Treppmann

Leiter Organisation Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Ditthornstraße 10
93055 Regensburg
Tel. 0941 7965-325
uelu--at--hwkno.de