Marienbader Gespräche der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
Fotostudio Kraus

Marienbader Gespräche

 Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg. 
(Henry Ford)


Um die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern Tschechien, Österreich und der Slowakei zu stärken und stetig auszubauen, treffen sich jedes Jahr Experten aus Institutionen, Politik und Wirtschaft mit Unternehmensvertreter zu den Marienbader Gesprächen. Hierbei werden praxisnah aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Gemeinsam wird erörtert, wie die Zusammenarbeit aller Beteiligten ausgebaut und somit das grenzüberschreitende Wirtschaften und Arbeiten weiterentwickelt werden kann.

In drei Arbeitskreisen widmen sich die Teilnehmer verschiedenen Fachthemen. Die daraus gewonnenen Ergebnisse und Forderungen werden anschließend dem Plenum vorgestellt und an die jeweiligen Verantwortlichen weitergeleitet. Die Marienbader Gespräche bieten eine hochwertige fachliche Plattform, um Projekte anzustoßen, Kontakte zu knüpfen und Wissen auszutauschen.



2021 fanden die Marienbader Gespräche zum 13. Mal, dieses Jahr in digitaler Form, statt. 

Prof. Dr. Wolfgang Dorner der technischen Hochschule Deggendorf beleuchtete durch seinen Impulsvortrag „Digitalisierung und Arbeitswelt – was wir aus dem Silicon Valley lernen können“ unter anderem die Potentiale von Plattformen und Handwerk 4.0.

Dr. Gerhard Hopp, Mitglied des Bayerischen Landtags, brachte im Anschluss anregende Ideen für eine Stärkung der Wirtschaft im bayrisch-tschechischen Grenzraum in Informationsforum 1.

Hier wurde auch die aktuelle Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt im tschechischen Grenzraum und in Ostbayern durch Ing. Pavla Janovská, Direktorin der Abteilung Beschäftigung und EU des Regionalbüros des Arbeitsamtes in Pilsen und Thomas Würdinger, Agentur für Arbeit Weiden, Vorsitzender der Geschäftsführung, aufgezeigt.

Im Informationsforum 2 wurde die europäische Arbeitsbehörde (European Labour Authority, ELA) durch Herrn Matej Gregarek vorgestellt und deren Ziele und Tätigkeit mit Blick auf die Mitarbeiterentsendung in Europa nähergebracht.

Frau Andrea Oel-Brettschneider, Referatsleiterin Zentralverband des deutschen Handwerks, brachte daraufhin wertvolle Vorschläge aus der Praxis zur Entsendung von Arbeitnehmern in Europa: „Regelkonformes Entsenden muss einfach sein“.

 Teilnehmerstimmen

„Ich nehme regelmäßig an den Marienbader Gesprächen der Handwerkskammer teil. Jedes Jahr gibt es wieder interessante Themen. Dieses Jahr zum Beispiel das Thema Digitalisierung, das ja mittlerweile alle Ausbildungsbereiche betrifft und damit auch enorm wichtig für uns ist. Der Austausch mit den Teilnehmern, die ja nicht nur aus dem Schulwesen kommen, inspiriert mich. Hier treffe ich bekannte Gesichter, knüpfe aber auch neue Kontakte.“

Zdenka Buršiková, Schuldirektorin der Berufsschule Domažlice
HWK
Zdenka Buršiková, Schuldirektorin der Berufsschule Domažlice

„Die Marienbader Gespräche sind eine super Plattform für ein verstärktes Miteinander über die Grenzen hinweg. Es ist so wichtig, dass es solche Veranstaltungen gibt. Das Konzept der Marienbader Gespräche gefällt mir persönlich sehr gut, ich bin immer gerne dabei.“

Dr. Robert Leiter, Abteilungsleiter für Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Oberösterreich
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Dr. Robert Leiter, Abteilungsleiter für Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Oberösterreich

„Ein wahres Gipfeltreffen der bayerisch-tschechischen Freundschaft, eine Denkfabrik funktionierender, grenzübergreifender Kooperation. Im doppelten Sinn: Handwerklich gut gemacht! Danke, dass ich als Europaausschussvorsitzender dabei sein darf - ich nehme viel Konkretes mit.“

Tobias Gotthardt, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen im Bayerischen Landtag
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Tobias Gotthardt, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen im Bayerischen Landtag

„Ich komme sehr gerne zu den Marienbader Gesprächen. Zwar hatte ich vorher schon guten Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen der deutschen Arbeitsämter, aber dank der Veranstaltung, bei der alle vereint sind, können wir uns ausführlich, auch mit Teilnehmern aus vielen anderen Bereichen, austauschen. Hier entstehen neue Ideen und ein reger Meinungsaustausch. Beispielsweise bekam ich heute Einblicke in die Arbeit des Innenministeriums durch den Kollegen Stredula, die für mich und ich denke für alle Teilnehmer sehr wertvoll sind. Das bekommen wir nur hier.“

Zdenek Novotný, Direktor des Arbeitsamt Pilsen
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Zdenek Novotný, Direktor des Arbeitsamt Pilsen