Um elf Punkte verbesserte sich der Geschäftsklima-Index im Handwerk in den ersten drei Monaten 2019.
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Um elf Punkte verbesserte sich der Geschäftsklima-Index im Handwerk in den ersten drei Monaten des Jahres 2019. Vor allem der Baubereich profitiert, darunter das Dachdeckerhandwerk.

Ostbayerisches Handwerk startet schwungvoll ins Jahr

Konjunkturbericht des 1. Quartals 2019

29. April 2019

Das ostbayerische Handwerk ist mit viel Schwung ins neue Jahr 2019 gestartet: Der Geschäftsklima-Index ist zum Vorquartal um elf Prozentpunkte angestiegen. Das belegt der aktuelle Konjunkturbericht des 1. Quartals 2019 der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. "Seit zwei Jahren bewerten die Handwerker ihre Geschäftslage äußerst gut. Seit Jahresbeginn ist in weiten Teilen des Handwerks weiterer Optimismus hinzugekommen", sagt Alexander Stahl, Geschäftsführer der Handwerkskammer. "Das ostbayerische Handwerk zeigt sich aktuell weitgehend unbeeindruckt von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, sogar jeder vierte Betrieb rechnet mit einer weiteren Verbesserung seiner Geschäftslage."

Kunden warten im Schnitt zwölf Wochen

Von einer steigenden Auftragslage profitieren vor allem Betriebe im Baubereich sowie in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf. Der größte Anteil an Betrieben mit steigenden Auftragseingängen ist im Bauhauptgewerbe mit 39 Prozent zu verzeichnen. Die überdurchschnittlich gute Auftragslage für Teile des Handwerks wird bei den Auftragsreichweiten deutlich: Bezogen auf das Gesamthandwerk warten Kunden im Schnitt zwölf Wochen auf ihren Handwerker, im Bauhauptgewerbe sogar 15,2 Wochen. Einhergehend mit steigenden Kosten sowie einer wachsenden Nachfrage haben über ein Drittel der Betriebe, und damit deutlich mehr als zuletzt, ihre Preise erhöht. Höhere Verkaufspreise verbucht vor allem der Baubereich und das Lebensmittelgewerbe.

Keine konjunkturelle Abschwächung erwartet

Optimistisch blicken die ostbayerischen Handwerker auch auf die kommenden drei Monate: Sie erwarten weitere Zuwächse bei Aufträgen und Umsätzen. "Grund zum Optimismus lässt die gegenwärtige Auftragslage zu", sagt Alexander Stahl. "Das heißt auch, dass viele Betriebe intensiv nach qualifiziertem Personal suchen." Aufgrund dieser Entwicklungen bleibe der Punkt Fachkräfte einer der dringendsten im Handwerk. "Hier erwarten wir uns weitere Unterstützung von politischer Seite, die richtigen Impulse zu setzen und den Fokus auf die berufliche Bildung zu intensivieren."

 

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Alexander Stahl

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