Laut HWK-Präsident Dr. Georg Haber beweist das Handwerk gerade in der Krise einen großen Kampfgeist.
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Laut HWK-Präsident Dr. Georg Haber beweist das Handwerk gerade in der Krise einen großen Kampfgeist.

Hochachtung für Ostbayerns Handwerker

Ein Statement von Kammerpräsident Dr. Georg Haber zum Jahreswechsel.

21. Dezember 2020

Ein von Corona geprägtes Jahr liegt hinter uns und die Pandemie hat im ostbayerischen Handwerk deutliche Spuren hinterlassen. Je nach Branche und Geschäftsmodell fällt die Betroffenheit bei den Betrieben in Niederbayern und der Oberpfalz unterschiedlich aus. Eine leichte Entspannung hat sich in den Sommermonaten des Jahres abgezeichnet und auch die damaligen Konjunkturberichte haben belegt, dass das ostbayerische Handwerk bisher noch relativ gut durch die Krise gekommen ist. Doch die Lage spitzt sich seit Mitte Dezember deutlich zu: Die von Bund und Ländern beschlossenen und verschärften Beschränkungen sind ein harter Schlag für viele unserer Betriebe. Die Schere zwischen Normalität und Krise ist wieder weit geöffnet.

Großes Engagement der Betriebe und Beschäftigten

Trotz des Auf und Abs der vergangenen Monate hat das Handwerk eines stets bewiesen: Auf die Branche ist immer Verlass und sie ist weiterhin für ihre Kunden da. Schon wie in der Finanzkrise vor über zehn Jahren ist das Handwerk der Stabilitätsanker in der Region. Die Betriebe und ihre Mitarbeiter haben flexibel und besonnen reagiert, Sicherheitskonzepte entwickelt, sie haben Kundenaufträge weiterhin zuverlässig erfüllt, Mitarbeiter gehalten und junge Menschen ausgebildet. Was die knapp 39.000 Handwerksbetriebe in Ostbayern auszeichnet, ist ihr großer Kampfgeist, diese herausfordernden Zeiten zu meistern. Dieser Einsatz für die Gesellschaft und die Wirtschaft ist nicht selbstverständlich, weshalb unsere Hochachtung und unser Dank an die Betriebsinhaber und ihre Teams geht.

Mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützen

Mit Blick auf die kommenden Monate liegen zwei große Aufgaben vor uns: Die Pandemie bewältigen und die Wirtschaft wieder auf Kurs bringen. Das ist eine große Herausforderung, aber die Handwerker werden auch in Zukunft ihren Beitrag leisten. Dazu benötigen sie allerdings jetzt mehr denn je beste Rahmenbedingungen. Entscheidend wird sein, ob das Handwerk weiterhin Aufträge bekommt. Hier fällt der öffentlichen Hand eine tragende Rolle zu. Ob es Renovierungsarbeiten in Schulen oder energetische Sanierungen im Rathaus sind - jeder öffentliche Auftrag hilft, Arbeitsplätze vor Ort zu sichern. So appellieren wir auch an die Kunden, ihrem Handwerker die Treue zu halten. Und auch beim Thema Digitalisierung müssen wir weiterkommen. Corona hat deutlich gemacht, wo es bislang hapert. Beispielsweise sollte die öffentliche Verwaltung schneller digitalisiert sowie beim Breitband- und Mobilfunkausbau noch mehr aufs Gas gedrückt werden. Genauso beim Bürokratieabbau: Eine Verschlankung bürokratischer Anforderungen wäre ein Konjunkturprogramm zum Nulltarif und leicht umzusetzen, denn die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Wir brauchen hier schnelle Entscheidungen und Umsetzungen.

Handwerker sind für die Zukunft gerüstet

Auch wenn die kommenden Wintermonate uns allen einiges abverlangen werden und die Einhaltung der geltenden Regeln seitens der Kunden und der Betriebe nie so wichtig war wie heute - wir als Handwerkskammer sind uns sicher, dass die Handwerksbetriebe und ihre Mitarbeiter die Kraft und das Rüstzeug besitzen, diese Krise zu meistern. Dafür wünschen wir alles Gute, viel Zuversicht und Durchhaltevermögen für das kommende Jahr.



 Video

Das Statement von Kammerpräsident Dr. Georg Haber können Sie auch im Video sehen.

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