Johannes Fellner mit seinem Vater Thomas in den Produktionsräumen der Familienmetzgerei.
Johannes Fellner
Sichtlich stolz auf ihrer Hände Arbeit: Johannes Fellner mit seinem Vater Thomas in den Produktionsräumen der Familienmetzgerei.

Im GesprächZum Metzger berufen

Was willst du mal werden? Eine Frage, die viele selbst am Ende ihrer Schulzeit noch gar nicht so gut beantworten können. Für Johannes Fellner, Metzgergeselle aus Furth im Wald, war die Antwort früh klar: „Schon in der vierten Klasse habe ich darauf geantwortet: Ich will Metzger werden!“

In Schulpraktika bei Metzgereien in der achten und neunten Klasse der Realschule verfestigte sich der Wunsch. Deswegen startete er auch seine Ausbildung zum Metzger im Betrieb der Eltern in Furth, unter seinem Vater, Metzgermeister Thomas Fellner. Johannes Fellner ist jetzt 19, hat nach beendeter verkürzter Ausbildung im Januar nun direkt den Meisterkurs im Blick. Er freut sich jetzt auf ein Wiedersehen mit bekannten Räumen und bekannten Ausbildern. „Natürlich hat ein Meister einfach nochmal ein anderes Ansehen als ein Geselle, aber für mich geht es vor allem darum, nochmal etwas dazuzulernen.“

Immer weiterlernen

Wenn er seinen Meister in der Tasche hat, ist für Fellner eines besonders wichtig: Weiterlernen. Dafür möchte er auch zunächst in anderen Betrieben arbeiten, andere Arbeitsweisen und Techniken kennenlernen. „Ich habe bereits viele Praktika gemacht, und diese Offenheit für Neues will ich mir bewahren!“, sagt der Jung-Metzger.

Das Ziel sei dann später aber natürlich, wieder zurückzukehren und den Betrieb der Eltern zu übernehmen, die Metzgerei Fellner. Sein Vater Thomas führt den Betrieb in Furth im Wald aktuell in dritter Generation. „Mich macht diese Tradition unseres Familienbetriebs sehr stolz“, sagt Johannes. Und nicht nur dieser Stolz, sondern auch der große Spaß am Metzgerhandwerk bewog ihn dazu, die Nachfolge des Vaters anzustreben. Der junge Metzger schätzt die wöchentliche Routine der Arbeit, die ihn aber doch jeden Tag auf neue Art und Weise fordert. Besonders das Wurstmachen macht ihm viel Spaß.

Hohe Verantwortung

„Ich muss immer mit voller Konzentration dabei sein, damit ich unserer Kundschaft auch immer ein gleichbleibend gutes Produkt liefern kann. Eine kurze Unaufmerksamkeit würde das gesamte Produkt verderben“, meint Johannes.  Genau diese Verantwortung für Betrieb, Produkt und Personal motiviert ihn umso mehr, den Meistertitel zu erlangen. Und auch seine Leidenschaft für sein Handwerk, die er später einmal an Auszubildende weitergeben möchte. Deswegen freut er sich jetzt auf den Beginn des Meisterkurses in Straubing im Januar 2027.

 DHZ-Artikel

Ein Artikel aus der Deutschen Handwerks Zeitung vom 6. November 2026.

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