Die Projektverantwortlichen von "Handwerkshelden" feiern nach drei Jahren gemeinsam den Abschluss des Projektes.
HWK
Drei Jahre lang sind die Südböhmische Wirtschaftskammer, hier vertreten durch Projektleiterin Veronika Beierova (2.v.re.) und Projektmitarbeiterin Kateřina Tříšková (1.v.li.) und die Handwerkskammer, hier vertreten durch den stv. Bereichsleiter Christian Kaiser (1.v.re.) und Projektmitarbeiterin Gitte Wagner in Sachen Nachwuchswerbung und Berufsorientierung gemeinsame Wege gegangen.

Abschluss des Projektes "Handwerkshelden"Leuchtturmprojekt in der Grenzregion

Berufliche Perspektiven im Handwerk vermitteln und gleichzeitig interkulturelle Begegnungen im Grenzraum fördern – das war das erklärte Ziel des gemeinsamen Projekts „Handwerkshelden – Karriereperspektiven im Handwerk“ der Handwerkskammer und der Südböhmischen Wirtschaftskammer. Genau dieser Gedanke stand auch im Mittelpunkt des sechsten und zugleich letzten Schüleraustauschs, der kürzlich in Südböhmen stattgefunden hat. 31 Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen der Regionen Passau und Südböhmen lernten drei Tage lang unterschiedliche Handwerksberufe kennen und tauchten außerdem in die kulturelle Vielfalt ihrer gemeinsamen Grenzregion ein.

Das Projekt „Handwerkshelden – Karriereperspektiven im Handwerk“ ging 2023 als Gemeinschaftsinitiative beider Kammern an den Start und wird über das Programm INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 finanziert. Nach drei Jahren mit insgesamt sechs Schüleraustauschen, drei entwickelten Online-Spielen, Handwerkswettbewerben und zahlreichen weiteren grenzüberschreitenden Maßnahmen zur Berufsorientierung läuft es nun aus. „Wir haben in dieser Zeit sehr viel gelernt und erlebt. Das Projekt hat sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für uns als Verantwortliche in der Berufsbildung einen enormen Mehrwert geschaffen, von dem wir alle noch sehr lange profitieren werden“, so Christian Kaiser, stellvertretender Bereichsleiter Berufsbildung bei der Handwerkskammer.

Zusammenarbeit geht weiter

Nach Abschluss geht im April dieses Jahres ein neues Gemeinschaftsprojekt beider Kammern an den Start. „Steam up“ heißt diese neue Initiative, die sich ebenfalls aus dem Programm INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 finanziert. Das Projekt richtet sich an tschechische und deutsche Auszubildende. Unter anderem sollen dabei Lehrlinge im Bau- und Ausbaugewerbe ein gemeinsames Bauprojekt, und zwar eine überdachte Außenküche, umsetzen. Ziel ist es, den beteiligten Auszubildenden berufsübergreifende Kompetenzen zu vermitteln. Dazu gehört ein grundlegendes Verständnis dafür, wie unterschiedliche Gewerke zusammenarbeiten und wie Planungs- und Fertigungsprozesse ineinandergreifen. Darüber hinaus steht auch bei diesem Projekt der interkulturelle Austausch im Fokus. „Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Gewerke und – insbesondere im Grenzraum – unterschiedlicher Nationen ist auf der Baustelle Alltag. Das Projekt soll Auszubildenden dabei helfen ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen dahingehend zu steigern“, erklärt Christian Kaiser. Bis Ende September 2026 soll die innovative Qualifizierungsmaßnahme erstmalig durchgeführt werden.

 DHZ-Artikel

Ein Artikel aus der Deutschen Handwerks Zeitung vom 24. April 2026.

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