Beteiligten sich an der Diskussion (von links nach rechts): Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn, Bayerns Finanzminister Albert Füracker, MdB Susanne Hierl, Kreishandwerksmeister Michael Berchtold, Bauamtsleiterin im Landratsamt Neumarkt, Helga Huber, stellv. Obermeister der Bau-Innung Neumarkt, Oliver Thumann, der Obermeister der Zimmerer in Neumarkt, Josef Zachmeier, Architekt Rico Lehmeier von Büro Berschneider & Berschneider und – stehend am Rednerpult – Dr. Katharina Ziegler, Landratskandidatin im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Aus dem InnungslebenKreishandwerkerschaft Neumarkt: Bauturbo soll Wohnungsmarkt entlasten
Die Kreishandwerkerschaft Neumarkt lud gemeinsam mit der Bau- und Zimmerer-Innung zu einer Podiumsdiskussion in den Festsaal der Residenz Neumarkt ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Planungs- und Genehmigungsverfahren im Landkreis Neumarkt beschleunigt, Bauvorhaben effizienter gestaltet und dringend benötigter Wohn- sowie Gewerberaum schneller geschaffen werden kann. Kreishandwerksmeister Michael Berchtold hob die wirtschaftliche Bedeutung der Bauwirtschaft hervor: „Der Bauturbo ist für die wirtschaftliche Stärke und Lebensqualität im Landkreis Neumarkt von zentraler Bedeutung.“ Er verwies darauf, dass rund die Hälfte der Betriebe im Landkreis dem Handwerk zugerechnet werde und das Handwerk mehr als ein Drittel der Wirtschaftsleistung beisteuere – im Vergleich zu einem deutschen Durchschnitt von etwa elf Prozent. Würden Bauaktivitäten ausfallen, wären die Folgen entsprechend gravierend, so Berchtold.
Bauturbo eröffnet Chancen
Die Diskussion, an der sich auch Vertreter aus Verwaltung und Politik beteiligten, leitete Bau-Innungsobermeisterin Johanna Nießlbeck. Die Gespräche in Neumarkt zeigten: Der Bauturbo eröffnet Chancen, birgt aber auch Herausforderungen aufgrund von Kapazitätsengpässen, steigende Baukosten und komplexen Genehmigungsverfahren. Erste Schritte bei Behörden und politischen Entscheidern zeigen eine konstruktive Umsetzung.