Der neue Kreishandwerksmeister Moser und sein Stellvertreter Heisinger überreichten ihrem Vorgänger Erwin Reith eine Urkunde.
Kreishandwerkerschaft Donau-Wald
Der neue Kreishandwerksmeister Christof Moser (rechts) und sein Stellvertreter Andreas Heisinger (links) ernannten ihren Vorgänger Erwin Reith zum Ehrenkreishandwerksmeister.

Aus der KreishandwerkerschaftKreishandwerkerschaft Donau-Wald: Aufhören, wenn’s am schönsten ist

Erwin Reiths Herz schlägt für das Handwerk. Seit vielen Jahren engagiert sich der Wiesenfeldener dafür in seiner Innung. Die vergangenen drei Jahre war er zudem Kreishandwerksmeister, davor drei Jahre Stellvertreter. „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“, hat er bei der Jahresversammlung der Kreishandwerkerschaft Donau-Wald gesagt. Er hat daher den Staffelstab weitergegeben. Einstimmig wurde Christof Moser aus Straubing zu seinem Nachfolger gewählt. Er wird eine Doppelspitze mit seinem Stellvertreter Andreas Heisinger aus Parkstetten bilden. Auch der Landkreis Deggendorf wird im neu gewählten Vorstand abgebildet. Sichtlich bewegt nahm Erwin Reith Abschied und erhielt tosenden Applaus für sein Engagement in den vergangenen Jahren. Seine Nachfolger ernannten ihn gleich noch in der Versammlung zum Ehrenkreishandwerksmeister.

Als Meilenstein nannte der scheidende Kreishandwerksmeister den großen Erfolg des Handwerkerballs in der Fraunhoferhalle, der schon zum zweiten Mal stattgefunden hat: „Es hat mich überrollt. Wir zeigen damit, wie lebendig das Handwerk ist.“ Nach all den Jahren des Ehrenamts sei nun aber der richtige Zeitpunkt, die Geschicke an jüngere Kollegen zu übergeben. Hinter den Kulissen war lange an einer Nachfolge gebastelt worden. Lange war nicht klar, wer in Reiths Fußstapfen treten wird. Bei der Versammlung trat aber schließlich Christof Moser als Kreishandwerksmeister an. Der 48-Jährige aus Straubing hat 2013 die elterliche Schreinerei in vierter Generation übernommen. „Ich habe es mir nicht einfach gemacht, das Amt zu übernehmen, fühle mich aber der Tradition verpflichtet“, gab Moser Einblick. „Wir machen die Doppelspitze, aber einer muss den Hut aufhaben und das mache dann gerne ich.“

Sein Stellvertreter Andreas Heisinger zeigte sich damit sehr einverstanden: „Zeitlich ist mir das lieber, wenn Christof es macht und ich seinen Stellvertreter. Ich kandidiere aus Überzeugung für unser Handwerk“, sagte er. Beide erhielten in geheimer Wahl das einstimmige Votum. Im Vorstand sind zudem Erwin
Reith, Georg Mayerhofer, Hans Günthner, Maria Vilsmeier, Andreas Meier, Günter Schweiger, Daniela Zorn und Melissa Altschäfl. Geschäftsführer Stefan Griesbeck legte einen umfassenden Finanzplan vor, der genehmigt wurde. Die Jahresrechnung bezeichnete er als bestes Ergebnis seit 2019.