Das Forschungsprojekt „Walz 4.0“ der OTH Regensburg zeigt wie Forschung und Praxis ineinandergreifen.
OTH zu Gast im BildungszentrumHandwerk trifft Forschung
Mit ihrem EU-Interreg Forschungsprojekt „Walz 4.0“ war die OTH Regensburg kürzlich zu Gast im Bildungszentrum Regensburg der Handwerkskammer. Projektfokus liegt auf der Frage, wie Handwerker körperlich und kognitiv entlastet werden können. Vier Anwendungen, die im Rahmen einer Studie mit zwei Pflasterbetrieben entwickelt wurden, wurden von Auszubildenden einer überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung getestet. Vorgestellt wurde zum einen ein videogestütztes KI-System, das über eine Kamera die Position eines Pflastersteins im Pflasterbett ermittelt. Durch die Visualisierung in einer MR-Brille zeigt das System dem Anwender die korrekte Anordnung der Steine an. Zudem konnten die Auszubildenden ein Exoskelett ausprobieren, das Rücken und Arme bei Pflasterarbeiten gezielt entlastet. Ebenfalls im Einsatz war der Roboterhund „Sid“, der auf der Baustelle unterstützen und beispielsweise Materialien wie Pflastersteine transportieren kann. „Wir möchten mit dem Projekt Forschung und Praxis zusammenbringen“, betont die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Anne-Sophie Saffert. „Umso mehr freut es uns, dass wir die entwickelten Anwendungen heute hier im direkten Einsatz testen können.“ Auch HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger sowie sein Stellvertreter Hans Schmidt schauten in der Bauhalle vorbei. „Wir sind überzeugt, dass wir nur dann weiterkommen, wenn Kompetenzen aus Forschung und Handwerk gebündelt werden. Solche Projekte zeigen das enorme Potenzial dieser Zusammenarbeit – und deshalb engagieren wir uns hier sehr gerne“, so Kilger.
DHZ-Artikel
Ein Artikel aus der Deutschen Handwerks Zeitung vom 24. April 2026.