Die Prüfungsbesten Metallbauer der Sommerprüfung mit den Ehrengästen.
Kreishandwerkerschaft Rottal-Inn
Obermeister Thomas Priester, Landrat Michael Fahmüller, Vizepräsidentin Claudia Geiselhöringer, Prüfungsbester Feinwerkmechaniker Janik Beisl, Dominik Niedernhuber (2. Platz Metallbauer Sommer 2025), Franziska Reindl (3. Platz Metallbauer Sommer 2025), Bgm. Wolfgang Beißmann, Ausbilder Georg Holzleitner (Lindern SE, Arnstorf), OStD Günther Ilg, Prüfungsausschussvorsitzender Holger Spänig (v.li.n.re.).

Aus der Kreishandwerkerschaft Rottal-InnFreisprechungsfeier in der Stadthalle Pfarrkirchen: Nachwuchskräfte starten ins Berufsleben

In einem festlichen Rahmen sind in der Stadthalle Pfarrkirchen die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker für Heizung-, Sanitär- und Klimatechnik, Feinwerkmechaniker, Metallbauer sowie Technische Systemplaner feierlich freigesprochen worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Handwerk und Bildungseinrichtungen sowie Familienangehörige und Ausbilder begleiteten die Jung-Gesellinnen und Jung-Gesellen bei diesem wichtigen Schritt in ihrem Berufsleben.

Obermeister der Heizung-, Sanitär- und Spenglerinnung, Gerhard Eichinger, begrüßte die anwesenden Jung-Gesellinnen und Jung-Gesellen, sowie eine Vielzahl an Ehrengäste. Neben Landrat Michael Fahmüller, Bürgermeister der Stadt Pfarrkirchen Wolfgang Beißmann, Direktor des beruflichen Schulzentrums Günther Ilg, wurde die Vize-Präsidentin der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Frau Claudia Geiselhöringer, ebenfalls begrüßt, wie auch Armin Maier für das BTZ Pfarrkirchen. Eichinger beglückwünschte aber die eigentlichen Ehrengäste, nämlich die Freizusprechenden und betonte, dass diese einen großen Schritt in die berufliche Zukunft geschafft haben. Auch wenn 3,5 Jahre Lehrzeit mitunter sicherlich kein Leichtes waren, so konnten sie sich der Unterstützung der Ausbilder und der Eltern gewiss sein. Der Obermeister betonte, dass das Handwerk keineswegs durch künstliche Intelligenz abgelösten werden würde, sondern sich das Handwerk dieses Tool zu Hilfe nimmt, um unter anderem Arbeitsprozesse zu optimieren.

Landrat Michael Fahmüller folgte den Ausführungen seines Vorredners und ergänzte, wie das Handwerk gerade für unsere Region wichtig sei. Während die Industrie oftmals mit Konjunkturschwankungen zu kämpfen hätte, zeichnet sich das Handwerk durch Stabilität, Ausdauer und Innovationen aus. Der Landrat betonte, dass das Handwerk seit jeher eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft sei. Viele Betriebe seien fest in der Region verwurzelt und sorgten nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung. Besonders wichtig sei dabei die Ausbildungsleistung der Betriebe. „Ohne engagierte Handwerksbetriebe, die junge Menschen ausbilden und ihnen Perspektiven eröffnen, wäre unsere wirtschaftliche Stärke nicht denkbar“, machte er deutlich. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass qualifizierte Fachkräfte heute gefragter denn je seien. Die neuen Gesellinnen und Gesellen hätten mit ihrer Ausbildung eine solide Grundlage geschaffen und könnten mit Stolz auf ihre Leistung blicken.

Mit den besten Wünschen für die Zukunft übergab er das Wort an den Bürgermeister der Stadt Pfarrkirchen, Wolfgang Beißmann. Dieser erinnert sich gerne an seine Ausbildung als KFZ-Mechaniker (heute Mechatroniker) zurück. Auch der Bürgermeister würdigte die Entscheidung der jungen Menschen für eine Ausbildung im Handwerk. Er verwies darauf, dass handwerkliche Berufe für das tägliche Leben unverzichtbar seien. Ob beim Bau von Wohnraum, bei der Modernisierung von Gebäuden, bei technischen Installationen oder bei präzisen Metallarbeiten – überall sei fachliches Können gefragt. Gerade angesichts großer Zukunftsaufgaben wie der Energiewende oder der nachhaltigen Modernisierung von Gebäuden komme dem Handwerk eine Schlüsselrolle zu. „Das Handwerk gestaltet unsere Zukunft ganz konkret mit“, betonte er. Die neuen Gesellinnen und Gesellen hätten sich für einen Beruf entschieden, der Verantwortung mit sich bringe, aber zugleich hervorragende berufliche Perspektiven biete.

Ausbildung als Fundament für die Zukunft

Der Schuldirektor der beteiligten Berufsschule Oberstudiendirektor Günther Ilg richtete den Blick in seinem Grußwort auf den Ausbildungsweg der Absolventinnen und Absolventen. Eine handwerkliche Ausbildung verlange Einsatzbereitschaft, Disziplin und Durchhaltevermögen, sagte er. Die Verbindung aus praktischer Arbeit im Betrieb und theoretischem Unterricht in der Schule stelle hohe Anforderungen an die Auszubildenden. Umso mehr verdiene der erfolgreiche Abschluss Anerkennung. Gleichzeitig ermutigte er die neuen Gesellinnen und Gesellen, ihren Weg im Handwerk weiterzugehen und die zahlreichen Möglichkeiten zur Weiterbildung zu nutzen.

Nach der feierlichen Freisprechung in alter Manier, bei der sich alle Anwesenden den Freizusprechenden zu ehren von ihren Stühlen erhoben, wurden die Gesellenbriefe den Jung-Gesellinnen und Jung-Gesellen durch die Obermeister Gerhard Eichinger (Heizung-, Sanitär und Spenglerinnung) und Thomas Priester (Metallbauinnung) und den jeweiligen Prüfungsausschussvorsitzenden Wolfgang Rietzel (Anlagenmechaniker) und Holger Spänig (Metallbauer) überreicht.

Bildungsgutschein als besondere Auszeichnung

Ein besonderer Programmpunkt der Veranstaltung war die Übergabe eines Bildungsgutscheins durch die Vertreterin der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Vize-Präsidentin Claudia Geiselhöringer. Sie überreichte diese Auszeichnung an einen Prüfling und erklärte den Hintergrund dieser Förderung. Der Bildungsgutschein soll junge Fachkräfte dazu ermutigen, sich auch nach der Ausbildung weiter zu qualifizieren – beispielsweise durch fachliche Spezialisierungen oder durch Fortbildungen im Handwerk. Damit wolle die Handwerkskammer nicht nur besondere Leistungen würdigen, sondern auch die kontinuierliche Weiterbildung im Handwerk fördern.

KI als Ergänzung

Obermeister der Metallbauinnung Thomas Priester, lies es sich nicht nehmen, auf die Bedeutung der künstlichen Intelligenz zu verweisen. Gerade hochkomplexe Bauwerke lassen sich mit Hilfe der KI effizienter planen. Er ermutigte die Junghandwerker sich mit diesem Thema verstärkt auseinanderzusetzen.

Feierlicher Abschluss

Neben den offiziellen Programmpunkten bot die Freisprechungsfeier auch Gelegenheit für persönliche Gespräche und Begegnungen. Viele Familienangehörige, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Vertreter der Innungen nutzten die Gelegenheit, den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen zu gratulieren und gemeinsam auf die Ausbildungszeit zurückzublicken.

Den Abschluss des Abends bildete ein gemeinsames festliches Essen. In geselliger Atmosphäre wurde weiter gefeiert, Erfahrungen wurden ausgetauscht und Zukunftspläne geschmiedet. Für die neuen Fachkräfte beginnt nun ein neuer Abschnitt – mit guten Perspektiven in einem Berufsfeld, das für die Region auch in Zukunft von zentraler Bedeutung sein wird.

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