Bei dem Besuch von „First Lady“ Elke Büdenbender (2. v. re.) in der Handwerkskammer in Regensburg stand in Gesprächen mit HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger (1. v. re.), dem stv. HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (2. v. li.) und HWK-Vizepräsidentin Kathrin Zellner das Thema berufliche Bildung im Fokus.
Besuch von Elke Büdenbender„First Lady“ zu Gast in Regensburg
21. Mai 2026
Im Rahmen ihrer Teilnahme an der Inklusiven Job-Messe besuchte Elke Büdenbender, Juristin und Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, auch die Handwerkskammer in Regensburg. Hier erhielt sie einen Einblick in die Werkstätten des Bildungszentrums sowie in die Organisation und den Aufbau des dualen Ausbildungsmodells im Handwerk.
„Die berufliche Bildung liegt mir sehr am Herzen – nicht nur, weil sie Teil meines eigenen Werdegangs ist, sondern ganz besonders, weil sie jungen Menschen eine sichere Zukunftsperspektive bietet“, erklärte Elke Büdenbender.
HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger, der Elke Büdenbender gemeinsam mit seinem Stellvertreter Hans Schmidt und der HWK-Vizepräsidentin Kathrin Zellner in Empfang nahm, bedankte sich für den Besuch: „Es ist uns eine große Ehre, dass sich Elke Büdenbender heute die Zeit genommen hat.“ Das Interesse an der beruflichen Bildung und am Handwerk sei ein wichtiges Signal für die Bedeutung der dualen Ausbildung. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels zeigt sich, dass eine qualifizierte und hochwertige Ausbildung entscheidend ist, um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern“, so Kilger.
Duale Ausbildung im Fokus
Beim Rundgang durch die Werkstätten stand insbesondere die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) im Fokus. Einen vertieften Einblick erhielt Elke Büdenbender beim Besuch von ÜLUs im Maler- und Lackiererhandwerk, im Maurer- und Betonbauerhandwerk und im Austausch mit Auszubildenden und Ausbildern der Handwerkskammer. Die ÜLU ergänzt die betriebliche Ausbildung und stellt sicher, dass Auszubildenden sämtliche Inhalte ihres Ausbildungsberufs umfassend und auf dem neuesten Stand der Technik vermittelt werden – unabhängig von der Spezialisierung ihres Ausbildungsbetriebs.
In Niederbayern und der Oberpfalz finden jährlich rund 2.500 Lehrgänge mit etwa 27.000 Teilnahmen von Auszubildenden statt. Die Bundesregierung unterstützt die Durchführung der ÜLU in Ostbayern mit erheblichen Mitteln: Im vergangenen Jahr wurden dafür vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mehr als 2,9 Millionen Euro bereitgestellt. Für HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger ist diese Förderung von wesentlicher Bedeutung: „Es ist ganz entscheidend, dass unsere Lehrlinge auf dem neuesten Stand der Technik ausgebildet werden. Um das in unseren Bildungseinrichtungen leisten zu können, sind wir auf die Unterstützung der öffentlichen Hand angewiesen“, so Kilger.
Inklusion und Integration im Handwerk
Auch die vielfältigen Aktivitäten der Handwerkskammer bei der Ausbildung und Förderung von Menschen mit Migrationsgeschichte und Handicap standen beim Besuch Elke Büdenbenders im Fokus. Als Handwerkskammer wolle man jedem und jeder berufliche Perspektiven im Handwerk eröffnen – auch um bislang ungenutzte Fachkräftepotenziale ausschöpfen zu können. HWK-Vizepräsidentin Kathrin Zellner betonte, dass grundsätzlich jeder, der eine Ausbildung im Handwerk anstrebt, auch die Chance dazu erhalten soll: „Für uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hinwill. Wer sich für eine sinnstiftende Tätigkeit interessiert, wird auch im Handwerk eine berufliche Heimat finden – ganz ungeachtet der individuellen Voraussetzungen und der persönlichen Geschichte“, so Zellner im Rahmen der Gespräche.
In den Werkstätten kam Elke Büdenbender (2. v. li.), hier mit HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger (1. v. li.), dem stv. HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (Mitte) und Ausbilderin Alexandra Stang (1. v. re.) auch mit Arian und Adrian Kastrati, zwei Teilnehmern der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen im Maurer- und Betonbauerhandwerk ins Gespräch.