Beim „Tag des Handwerks“ im Bildungszentrum Schwandorf schnupperten die Schüler der Realschule Burglengenfeld in hochtechnologische Berufsbilder. Mit dabei: HWK-Vizepräsident Christian Läpple (1.v.li.) und Leiter des Schwandorfer Bildungszentrums Uli Götz (2.v.re.).
Tag des Handwerks in SchwandorfPraktische Einblicke in hochtechnologische Berufe
28. April 2026
Werkbank statt Schulbank: Für 41 Schülerinnen und Schüler der Realschule Burglengenfeld stand Handwerk auf dem Stundenplan. Im Rahmen des „Tags des Handwerks“ besuchten sie die Werkstätten des Bildungszentrums Schwandorf der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und erhielten Einblicke in verschiedene Handwerksberufe. Im Fokus standen dabei hochtechnologische Berufsbilder wie der Informationselektroniker, der Elektroniker für Gebäudesystemintegration und der Elektroniker für Automatisierungstechnik.
Bei ihrem Praxistag bekamen die Schülerinnen und Schüler Besuch: Der Leiter des Bildungszentrums Schwandorf, Uli Götz, und HWK-Vizepräsident Christian Läpple schauten ihnen über die Schulter. Läpple zeigte sich vom Engagement der Jugendlichen beeindruckt: „Der Tag des Handwerks ist eine tolle Möglichkeit, jungen Menschen das Handwerk näherzubringen.“ Besonders der Besuch im Bildungszentrum Schwandorf sei für die Teilnehmenden spannend, da hier deutlich werde, wie viel Zukunftstechnologie im Handwerk steckt.
Zukunftstechnologie im Fokus
Während ihres Praxistags hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit eine von drei abwechslungsreichen Stationen zu belegen. An der ersten Station erhielten sie Einblicke in die Grundlagen der Smart-Home-Technik. Die zweite Gruppe baute und konfigurierte eigenständig eine Netzwerkleitung. An der dritten Station wurde schließlich eine Kleinststeuerung programmiert, wie sie beispielsweise zur Automatisierung von Förderanlagen verwendet wird. Großen Spaß dabei hatte auch die 15-jährige Romy Balzer. „Der Tag gefällt mir ganz gut. Ich finde heute raus, wie vieles funktioniert, was ich bisher noch nicht gewusst habe.“ Ähnlich ging es ihrer Mitschülerin Lina Hochmuth. „Ich finde es sehr cool. Es ist sehr praktisch selbst auszuprobieren, ob ein Beruf zu einem passen könnte“, so die 15-Jährige. In der ganzen Woche sind Schulklassen aus der Region im Bildungszentrum Schwandorf zu Gast. Über 115 Schülerinnen und Schüler absolvieren hier ihren Tag des Handwerks.
„Tag des Handwerks“ ein voller Erfolg
Der Tag des Handwerks wurde im Schuljahr 2022/23 bayernweit verpflichtend an allen allgemeinbildenden Schulen eingeführt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern praxisnah handwerkliche Tätigkeiten näherzubringen und ihnen auf diesem Weg das große Aus- und Weiterbildungsangebot im Handwerk begleitend zum Unterricht vorzustellen. Angesprochen sind in erster Linie Jahrgangsstufen, in denen ein besonderer Fokus auf der Berufsorientierung liegt. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz engagiert sich mit großem Erfolg im vierten Jahr mit drei Formaten, um den Tag des Handwerks in Ostbayern umzusetzen: Praxis-Werkstätten in den elf Bildungszentren der Handwerkskammer, Berufsorientierungstagen in allen teilnehmenden Handwerksbetrieben sowie mit Handwerks-Parcours in den Schulen. Die Maßnahmen werden nicht nur von Lehrkräften und Schülern sehr gut angenommen, das Engagement zeigt außerdem sichtbare Ergebnisse: zahlreiche Betriebe berichten über die Berufsorientierungsmaßnahmen im Rahmen des Tag des Handwerks Praktikanten und Auszubildende gewonnen zu haben. Heuer sind rund 3.600 ostbayerische Schüler für Praxis-Werkstätten in den Bildungszentren der Handwerkskammer angemeldet. 4.700 besuchen Handwerks-Parcours in ihren Schulen, etwa 5.000 besuchen einen Praxistag in einem Betrieb.
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HWK-Vizepräsident Christian Läpple (1.v.li.) und der Leiter des Bildungszentrums Schwandorf Uli Götz schauten den Schülerinnen der Realschule Burglengenfeld über die Schulter.