Der diesjährige Meisterkurs Dachtechnik mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
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Echte Meister ihres Fachs: Die Jungmeister im Dachdeckerhandwerk mit Lothar Fuchs, dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses (letzte Reihe, 1.v.li.) und Ausbildungsleiter Jürgen Lehner (letzte Reihe, 1.v.re.).

Meisterkurs DachtechnikMit dem Meistertitel hoch hinaus

9. September 2026

Eine intensive und lehrreiche Zeit liegt hinter ihnen, jetzt starten sie mit dem Meisterbrief in ihre berufliche Zukunft: 17 Jungmeister im Dachdeckerhandwerk haben kürzlich im niederbayerischen Waldkirchen ihre Meisterprüfung absolviert. Der siebenmonatige Kurs wird im Kompetenzzentrum Dachtechnik und in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks angeboten. Es ist der bayernweit einzige Meisterkurs im Dachdeckerhandwerk. Dementsprechend kamen die Teilnehmer des Kurses auch aus dem ganzen Freistaat – einer sogar aus dem fernen Saarland.

Vielseitiger Handwerksberuf mit Zukunft

In 1.176 Unterrichtsstunden bereiteten sich die Teilnehmer seit dem Frühjahr in Vollzeit auf die Meisterprüfung vor. Neben theoretischen Themenfeldern, dem Studieren von Regelwerken und Verordnungen, Auftragsabwicklung, Fachkalkulation, Arbeitssicherheit und Betriebsorganisation perfektionierten die Prüflinge auch ihr praktisches Können. So übten sie in der Werkhalle verschiedenste Abdichtungs- und Deckungsarten, wie etwa die komplizierte Schieferdeckung. Jetzt und in Zukunft seien diese Kompetenzen im Dachdeckerhandwerk besonders gefragt, meint Jürgen Lehner, Ausbildungsleiter am Kompetenzzentrum. „Im Dachdeckerhandwerk müssen wir uns laufend an neue Gegebenheiten anpassen, das Handwerk ist ständig im Wandel. Unsere Prüflinge müssen darauf vorbereitet sein“, so Lehner.

Handwerkliches Knowhow und technisches Verständnis

Die Meisterprüfung hatte es in sich: Nach einer anspruchsvollen theoretischen Prüfung stellten die Kursteilnehmer auch ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis. Im Rahmen ihres Meisterprüfungsprojekts mussten sie ein Dach mit Schiefer oder Dachziegeln eindecken und außerdem die Planung und Kalkulation des Projekts genau dokumentieren. In insgesamt drei Situationsaufgaben zeigten die Kursteilnehmer schließlich, dass sie vielseitige Herausforderungen mit ihrem handwerklichen Knowhow und technischen Verständnis lösen können. Besonders gute Leistungen bei der praktischen Meisterprüfung erzielten die beiden schwäbischen Jungmeister Niklas Goldschmidt aus Stadtbergen und Stefan Stadlbauer aus Kühbach. Goldschmidt lieferte das beste Meisterprüfungsprojekt, Stefan Stadlbauer schloss den Kurs als Kursbester ab. „Der Schwierigkeitsgrad war bei den Abschlussprojekten beider Prüflinge besonders hoch, die Ergebnisse außergewöhnlich gut“, freute sich Lothar Fuchs, Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

Stefan Stadlbauer positioniert sich vor seinem eingedecktem Dach aus Ziegel.
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Stefan Stadlbauer aus Kühbach schloss den Meisterkurs Dachtechnik als Kursbester ab.

Das beste Meisterstück im Kurs kam in diesem Jahr von Niklas Goldschmidt: Ein eingedecktes Dach aus Schiefer.
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Das beste Meisterstück im Kurs kam in diesem Jahr von Niklas Goldschmidt aus Stadtbergen.