Aus dem InnungslebenLossprechungsfeier der Bauinnung Regensburg

Mit der Lossprechungsfeier der Bauinnung Regensburg endete für 29 Bauauszubildende eine dreijährige Ausbildung zum Betonbauer, Fliesenleger oder Maurer. Nun sind sie Gesellen im jeweiligen Handwerk. Weitere sechs Teilnehmer schlossen darüber hinaus eine zweijährige Ausbildung zum Facharbeiter erfolgreich ab.

Innungsobermeister Johann Seidenschwand und Wolfgang Reif als Vertreter der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz gratulierten den jungen Handwerksgesellen und übergaben die Gesellen- und Facharbeiterbriefe. Johann Seidenschwand machte den jungen Bauabsolventen dabei die Bedeutung des Bauhandwerks und ihre hervorragenden beruflichen Rahmenbedingungen bewusst: „Eure Berufswahl war richtig. Der Bau in Bayern ist überwiegend handwerksgeprägt und nicht wie in anderen Wirtschaftsbereichen industriegeprägt. Bayern habe mehr Baubetriebe als alle neuen Bundesländer zusammen. Das Bauhandwerk ist also gerade in Bayern in Anlehnung der Imagekampagne des Handwerks die Bauwirtschafts- und Bauausbildungsmacht von nebenan.“

Keine Scheu beim Verdienstvergleich

Der von Familienbetrieben mit meist bis zu zehn bis zwanzig Beschäftigen geprägte Bauarbeitsmarkt garantiere trotz aktueller Herausforderungen im Wohnungsbau auf Dauer aufgrund der Systemrelevanz des Baus sichere Arbeitsplätze. Aufgrund der deutlich längeren Dauer des Erwerbslebens müssten Facharbeiter zudem den Verdienstvergleich zu vielen Akademikern nicht scheuen. Dazu Seidenschwand: „Es ist beim Verdienstvergleich nicht entscheidend, was jemand im Monat verdient. Der Verdienst im gesamten Erwerbsleben ist das Entscheidende. Den Verdienstvorsprung des Baufacharbeiters mit beispielsweise 300.000 Euro bis zum 25. Lebensjahr holt der deutlich später ins Erwerbsleben einsteigende Akademiker bis zur Rente oft gar nicht mehr auf. Auch die tarifliche Baurente mit bis zu 350 Euro monatlich zusätzlich zur gesetzlichen Rente und deren Finanzierung über eine Sozialkasse (= SOKA-BAU) hätten nur wenige Branchen in Deutschland in der Gestalt wie am Bau zu bieten.