Gemeinsam für das regionale Handwerk (v.li.n.re.): der Regensburger Kreishandwerksmeister Andreas Träg, der Regensburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger, die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger, HWK-Präsident Dr. Georg Haber, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger.
Fest zum Tag des HandwerksEin Hoch aufs ostbayerische Handwerk
21. September 2026
Wie viel Freude Handwerk macht, konnten Besucherinnen und Besucher am Samstag in der Handwerkskammer in Regensburg selbst erleben. Denn gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Regensburg und weiteren Handwerksorganisationen feierte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz ein großes Fest anlässlich des „Tag des Handwerks“. Der bundesweite Aktionstag findet jedes Jahr am dritten Samstag im September statt und rückt die Vielfalt, Innovationskraft und Tradition des Handwerks in den Mittelpunkt. Ziel des Fests: Besucherinnen und Besucher sollen Handwerk praxisnah erleben – und entdecken, welche Chancen die Branche gerade für junge Menschen bereithält.
Zu den Gästen zählten neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern ostbayerischer Handwerksorganisationen auch Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag und dem Bayerischen Landtag. Ebenfalls vor Ort waren der Regensburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und die Regierungsvizepräsidentin der Oberpfalz, Christiane Zürn. Die Schirmherrschaft hatte Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger übernommen.
Handwerk auch in Zukunft unverzichtbar
„Es macht uns stolz, dass wir heute hier auf unserem Fest zeigen können, was Handwerk ist, was Handwerk kann und warum es ohne Handwerk nicht geht“, erklärte HWK-Präsident Dr. Georg Haber in seiner Begrüßungsrede den zentralen Leitgedanken des Fests. Gleichzeitig verwies er auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mit denen das ostbayerische Handwerk derzeit konfrontiert sei. „So selbstverständlich die Leistungen des Handwerks im Alltag erscheinen, so wenig selbstverständlich sind die Bedingungen, unter denen sie erbracht werden.“ An die Politik richtete der Handwerkspräsident die klare Erwartung, angekündigte Reformen zügig auf den Weg zu bringen. „Dabei gilt: Ja, wir brauchen Tempo. Aber wir brauchen ebenso Lösungen, die durchdacht sind und dauerhaft tragen.“ Gerade mit Blick auf künftige Herausforderungen sei das entscheidend: „Für die Umsetzung zahlreicher Zukunftsaufgaben, wie die Energie- oder die Verkehrswende, sind die Erfahrungen und die Expertise unserer Handwerkerinnen und Handwerker unverzichtbar“, so Haber. Auch das wolle man mit dem Fest deutlich machen.
Handwerk liegt im Trend: das hob auch Hubert Aiwanger, Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und Schirmherr der Veranstaltung, in seinem Grußwort deutlich hervor: „Das Handwerk hat wieder Zukunft und wird von vielen jungen Leuten neu entdeckt.“ Das sei erfreulich, so Aiwanger. Gerade mit dem Tag des Handwerks an Schulen und weiteren Aktionen sei das Handwerk dabei auch wieder stärker ins Bewusstsein der Eltern gerückt. „Das Handwerk ist absolut modern. Gemeinsam mit Kammern, Kreishandwerkerschaften, Innungen und Berufsschulen schaffen wir das perfekte Fundament für unseren Nachwuchs. Unser duales System ist vorbildlich. So wird das Handwerk der Zukunft aktiv gestaltet, so entstehen Karrierewege und starke Zukunftsperspektiven.“
Auch Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (2.v.re) besuchte das Fest, hier mit HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl (1.v.re.), den beiden HWK-Vizepräsidenten Christian Läpple (Mitte) und Hans Kastl (2.v.li.), sowie HWK-Ausbilder Maximilian Maly.
Vielseitiges Programm mit spannenden Aktionen
Von 10 bis 16 Uhr erwartete die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm für alle Altersgruppen. Herzstück waren die Stände und Mitmach-Aktionen der verschiedenen Gewerke. Eine Besonderheit: Die Besucherinnen und Besucher konnten ein eigenes Vogelhäuschen bauen und mit nach Hause nehmen. Dabei durchliefen sie die Stationen verschiedenster Gewerke: bei den Schreinern wurde das Gehäuse angefertigt, bei den Dachdeckern wetterfest gemacht, bei den Glasern Fenster eingesetzt. Bei den Malern und Lackierern erhielt das Häuschen schließlich seinen Anstrich. Auch die Vielfalt digitaler Anwendungen stand im Fokus der Veranstaltung. Besucherinnen und Besucher konnten sich beim virtuellen Lackieren und Schweißen ausprobieren und bei den Metzgern sogar virtuell einen Leberkäse herstellen und verkaufen. Alle Stationen konnten im Rahmen einer Berufe-Rallye mit Gewinnspiel absolviert werden – der Hauptpreis: eine Nintendo Switch 2.
Bei den Mitmach-Stationen der Innungen durften auch die kleinsten Besucher tatkräftig mit anpacken.
Auch darüber hinaus gab es viel zu sehen und zu erleben: Foto-Box, Wurfspiele, Kinderschminken und kostenloses Krankorb-Lifting mit einem beeindruckenden Rundumblick über Regensburg in 60 Meter Höhe. Es sei ein Fest fürs Handwerk – aber auch für die Region und ihre Menschen, so HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl. „Das Handwerk hat in der Oberpfalz und in Niederbayern eine enorme Bedeutung, deswegen ist dieses Fest auch so wichtig für uns. Wir wollen zeigen und feiern: Ostbayern und Handwerk – das gehört zusammen.“
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Bilder vom Fest zum Tag des Handwerks
Bei einem Rundgang präsentierte HWK-Geschäftsführer Alexander Stahl (links) den Ehrengästen des Fests die vielfältigen Stationen der teilnehmenden Innungen, hier mit dem Regensburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger (rechts) und dem Regensburger Kreishandwerksmeister Andreas Träg (Mitte).
Diashow zum Fest 2026