Umfragen

Digitalisierung der Handwerksbetriebe



Die Digitalisierung der Betriebe im Handwerk nimmt weiter Fahrt auf. Die Handwerksbetriebe digitalisieren ihre betriebsinternen Abläufe in Planung, Einkauf, Produktion oder Logistik immer stärker. Auch die Interaktion mit Lieferanten, Kooperationspartnern und Kundennetzwerke wird zunehmend digital.

Um aktuelle Daten über den Fortschritt der Digitalisierung in der Handwerkswirtschaft zu gewinnen, hat der Zentralverband des deutschen Handwerks im Zuge der Konjunkturbefragung für das erste Quartal 2018 gemeinsam mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und 41 weiteren Handwerkskammern eine Umfrage zum Thema Digitalisierung in den Handwerksbetrieben durchgeführt.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass viele Handwerksbetriebe intensiv mit der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen befasst sind, aber auch nach wie vor Hürden für den digitalen Transformationsprozess im Handwerk bestehen.





Digitaler Wandel im Handwerk



Mit der zunehmenden Einführung digitaler Technologien sind weitreichende Veränderungen verbunden. Das gilt sowohl für die unternehmensinternen Abläufe als auch die Geschäftsbeziehungen zum Kunden, der zudem neue Erwartungen an Produkte, Dienstleistungen und Kommunikation stellt. Deshalb bedingt der Einsatz digitaler Technologien oftmals eine Angebotserweiterung bzw. Anpassung des bestehenden Geschäftsmodells an verschiedene Kundengruppen.
Um aktuelle Daten über den Fortschritt der Digitalisierung in der Handwerkswirtschaft zu gewinnen, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im September 2016 in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz eine Umfrage zum Thema „Digitaler Wandel im Handwerk" durchgeführt.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass viele Handwerksbetriebe intensiv mit der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen befasst sind, aber auch nach wie vor Hürden für den digitalen Transformationsprozess im Handwerk bestehen.





Zustand der Straßeninfrastruktur



Schlechte Straßen kosten Handwerksbetriebe viel Geld. Das hat eine deutschlandweite Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), die auch in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz durchgeführt wurde, ergeben.

Knapp 30 Prozent der Handwerksbetriebe bewerten den Zustand der Straßeninfrastruktur mit mangelhaft oder gerade noch ausreichend. Darüber hinaus beklagen 42,4 Prozent der Betriebe eine Verschlechterung der Lage innerhalb einer Dekade. Verantwortlich dafür ist nach ihrer Meinung ein Investitionsstau bei Bund, Ländern und Kommunen. Die Handwerksbetriebe fordern von der Politik vor allem, sich verstärkt um Reparatur und Instandhaltung der Straßeninfrastruktur zu kümmern (58,3 Prozent). Den gezielten Abbau von Verkehrsengpässen fordern 34,8 Prozent. Die Betriebe beziffern dabei den durchschnittlichen wöchentlichen Zeitverlust durch die Folgen des schlechten Straßenzustandes auf 7,4 Stunden. Zum Teil kritisch wird der verstärkte Einsatz von Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) zur Finanzierung und Umsetzung von Neubau oder Sanierung der Infrastruktur gesehen.




Überregionaler Absatz des Handwerks - Exportaktivitäten



Bereits in der Vergangenheit durchgeführte Umfragen zu den Auslandsaktivitäten im Handwerk zeigten, dass der Anteil der Betriebe, die den Schritt auf die internationalen Märkte gewagt haben, wächst. Der Abbau von Hemmnissen für die Geschäftsaktivitäten im Ausland und die fortgesetzte Erweiterung der Europäischen Union haben unter anderem dazu beigetragen. Ob sich diese Entwicklung in den vergangenen Jahren fortgesetzt hat, kann aufgrund fehlender statistischer Daten über die Geschäftsbeziehungen der Handwerksbetriebe mit dem Ausland nicht eruiert werden. Das ist einer der Gründe, warum das Potenzial des Handwerks für den Außenhandel nach wie vor oft unterschätzt wird. Um einen Überblick über den derzeitigen Umfang der Geschäftsbeziehungen der Handwerksbetriebe mit dem Ausland zu gewinnen, hat der ZDH eine Umfrage zum Thema „Überregionaler Absatz des Handwerks - Exportaktivitäten“ bundesweit durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Anteil der Exporteure im Handwerk seit dem Jahr 1994 von 3,1 auf 7,1 Prozent mehr als verdoppelt hat. Ebenso erhöht hat sich der Anteil des Umsatzes, den die Betriebe mit ihren Geschäftsaktivitäten im Ausland erzielen. Dieser ist im gleichen Zeitraum von 1,8 auf 3,0 Prozent gestiegen. Die Hauptabsatzmärkte der Exporteure des Handwerks liegen in Europa. Drei von vier auslandsaktiven Handwerksbetrieben unterhalten Geschäftsbeziehungen in direkt an die Bundesrepublik grenzende Länder. Haupthindernis bei der Geschäftsausübung im Ausland ist der bürokratische Aufwand, der beim Ausführen von Gütern oder durch national unterschiedliche Regelungen und Vorschriften für die Erbringung von Werk- oder Dienstleistungen entsteht. Die derzeit noch nicht im Ausland aktiven Handwerksbetriebe sehen durchaus das Potenzial für die Erschließung von Auslandsmärkten




Was bewegt die Handwerker?  



V erkehrspolitik und Gesetzgebung im Verkehrsrecht waren für die Handwerksbetriebe in den vergangenen Jahren mit zusätzlichen Belastungen verbunden. Vielfach unterliegen die Fahrzeuge und Fahrer im Handwerk den gleichen Vorschriften wie im Transportgewerbe, obwohl es signifikante Unterschiede bezüglich Fahrzeugnutzern und -verwendung zwischen Handwerk und Transportgewerbe gibt. Die beabsichtigten Regelungsziele sind für das Handwerk häufig nicht relevant, verursachen jedoch in den Handwerksbetrieben hohe Kosten und steigenden bürokratischen Aufwand. 

Zur faktenbezogenen Unterfütterung wurden vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Handwerkskammern im dritten Quartal 2014 eine Sonderumfrage zum Thema durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, einen Überblick über den Fuhrpark der Handwerksbetriebe sowie die Nutzung der Fahrzeuge zu gewinnen. Zusätzlich wurden die Betriebe – vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über unzureichende Verkehrsinfrastrukturen – dazu befragt, wie sie die aktuellen verkehrspolitischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen beurteilen.




Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse im Handwerk



In den vergangenen Jahren haben neue Informations- und Kommunikationstechnologien in starkem Maße Einzug in die Produktions- und Geschäftsprozesse gehalten. E-Mail und Internet gehören zum Geschäftsalltag, der Online-Handel mit Produkten steigt rasant, und Apps beschleunigen die Entwicklung durch die Ausdehnung auf mobile Geräte, aber auch durch komplett neue Anwendungen.

Auch im Handwerk haben sich die allermeisten Betriebe auf die Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eingestellt. Entwicklungen im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung haben auch Auswirkungen auf das Handwerk. Vor diesem Hintergrund hat die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im ersten Quartal 2014 eine Sonderumfrage durchgeführt.





Standortverflechtungsanalyse Wirtschaftsraum Niederbayern



Der Bedarf einer wissenschaftlichen Untersuchung zu den Verflechtungen des Wirtschaftsraums Niederbayern ergab sich aus den Diskussionen um die zukünftige strategische Ausrichtung. Die geografische Lage der Region zwischen den verschiedenen (europäischen) Metropolregionen München, Nürnberg, Prag und Wien, bietet für die regionalen Unternehmen eine Vielzahl von Verflechtungsmöglichkeiten.

Mit der wissenschaftlichen Analyse wurde eine entsprechend fundierte Informationsbasis geschaffen, um nachhaltige Strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region zu entwickeln sowie die wirtschaftlichen Potenziale Niederbayerns in der Standortverflechtung aufzuzeigen.





Stachel Christian

Christian Stachel

Abteilungsleiter

Ditthornstraße 10
93055 Regensburg
Tel. 0941 7965-149
Fax 0941 7965-214
christian.stachel--at--hwkno.de