Präsident Dr. Georg Haber und Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger (li.), fordern ein umfassendes Wirtschaftsprogramm für das Handwerk.
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Die Spitzenvertreter des ostbayerischen Handwerks, Präsident Dr. Georg Haber und Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger (li.), appellieren an die Öffentlichkeit. (Hinweis: Das Bild wurde vor Ausbruch der Corona-Pandemie aufgenommen.)

Öffentliche Aufträge jetzt nicht stornieren

Handwerkskammer appelliert an öffentliche Hand, Bau und Ausbau nicht im Stich zu lassen.

4. Mai 2020

Ostbayerische Handwerksbetriebe melden vermehrt, dass Aufträge im öffentlichen Sektor aufgrund der Corona-Krise verschoben oder storniert werden. Insbesondere Bau- und Ausbauhandwerke sind von Ausfällen betroffen. "Es ist verständlich, dass Kommunen und Landkreise vorsichtig sind und ihre Ausgaben stoppen. Aber es ist das falsche Signal – mit negativen Folgen für die Baubetriebe und ihre Belegschaft", sagt Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz.

Öffentlicher Sektor hat Vorbildfunktion inne

Denn: "Gerade die Bau- und Ausbauhandwerke sind sowohl eine wichtige Konjunkturstütze als auch Arbeitgeber und Ausbilder für viele Menschen in der Region", erläutert Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Derzeit könnten sie noch ihre Auftragspolster aus 2019 abarbeiten, aber es fehlten die neuen Aufträge. Um auf diese Fehlentwicklung hinzuweisen, hat sich die Handwerkskammer mit einem Schreiben an alle Oberbürgermeister und Landräte in Niederbayern und der Oberpfalz gewandt. Gerade der öffentlichen Hand komme laut Kilger eine Vorbildfunktion zu: "Sie sollte Aufträge tatsächlich verwirklichen, nicht auf die lange Bank schieben und zügig vorantreiben." Auch die Handwerkskammer selbst halte an ihren anstehenden Baumaßnahmen fest.

Baubetriebe sorgen für wirtschaftliche Stabilität

Dass die bayerische Staatsregierung angekündigt hat, Tranchen aus dem kommunalen Finanzausgleich in Höhe von zwei Milliarden Euro vorzeitig auszuzahlen, ist laut Handwerkskammer ein positives Signal. "Das sichert die Liquidität und ebnet den Weg, an öffentlichen Bauaufträgen festzuhalten", sagt Georg Haber. Notwendig sei obendrein eine Vereinfachung und Beschleunigung der öffentlichen Auftragsvergabe unter Berücksichtigung kleiner und mittlerer Betriebe. "Das Bau- und Ausbaugewerbe ist für die wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Stabilität Ostbayerns von großer Bedeutung. Es muss daher unser aller Interesse sein, auch nach der Krise auf ein starkes und leistungsfähiges Bau- und Ausbaugewerbe zurückgreifen zu können. Wir alle müssen unseren Beitrag dazu leisten, um die Branche möglichst unbeschadet durch die Krise zu bringen", schlussfolgert Haber.

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