Die ostbayerischen Ausbilder erhielten in Regensburg eine Urkunde des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Es gratulierten stellvertretender Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (1. Reihe, 2. v. li.), die Kammervizepräsidenten Albert Vetterl (1. Reihe, 1. v. re.) und Franz Greipl (1. Reihe, 2. v. re.) sowie der leitende Ministerialrat des Wirtschaftsministeriums Dr. Peter Stein (1. Reihe, 5. v. li.).
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Die ostbayerischen Ausbilder erhielten in Regensburg eine Urkunde des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Es gratulierten stellvertretender Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (1. Reihe, 2. v. li.), die Kammervizepräsidenten Albert Vetterl (1. Reihe, 1. v. re.) und Franz Greipl (1. Reihe, 2. v. re.) sowie der leitende Ministerialrat des Wirtschaftsministeriums Dr. Peter Stein (1. Reihe, 5. v. li.).

Mit Engagement für den Nachwuchs

Wirtschaftsministerium zeichnete in Regensburg 19 verdiente Ausbilder im Handwerk aus

25. April 2017

Das Bayerische Wirtschaftsministerium zeichnete in der Handwerkskammer in Regensburg 19 verdiente Ausbilderinnen und Ausbilder aus. Für ihre Leistungen und Verdienste um die berufliche Ausbildung im Handwerk bekamen die Geehrten aus Niederbayern und der Oberpfalz von Dr. Peter Stein, Ministerialrat im Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, sowie von Albert Vetterl, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, eine Urkunde überreicht.

Ausbilder haben große gesellschaftspolitische Bedeutung

"Es ist ein besonders erfreulicher Anlass, jene zu feiern, die in herausragender Weise dem handwerklichen Nachwuchs zum Erfolg verhelfen", sagte Dr. Peter Stein in seiner Festrede. Das Wirtschaftsministerium investiere zwar, zusammen mit den Kammern und Innungen, kräftig in die handwerkliche Ausbildung, es sei aber wichtig, dass jemand da ist, "der’s macht", dankte Stein den Geehrten. "Ihre Leistung hat große gesellschaftspolitische Bedeutung, Sie ermöglichen jungen Menschen eine solide Existenzgrundlage und ein hohes Maß an Beschäftigungssicherheit", so der Ministerialrat weiter. Das duale System sei ein Juwel der modernen sozialen Marktwirtschaft und nicht ohne Grund weltbekannt. In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung müsse man aber beachten, das Thema "Lebenslanges Lernen" fest im Bildungssystem Handwerk zu verankern. "Die Weiterbildung nach der Weiterbildung wird zunehmend wichtiger werden", betonte Stein.

Attraktivität und Chancen im Handwerk aufzeigen

Albert Vetterl, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, betonte in seiner Rede den härter werdenden Wettkampf um Arbeitskräfte und Auszubildende. "Zahlreiche Betriebe haben Probleme, Fachkräfte zu finden." In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer waren Ende März rund 880 vakante Ausbildungsstellen im ostbayerischen Raum gemeldet. Das Handwerk müsse die Jugendlichen und insbesondere deren Eltern von der Attraktivität der Branche überzeugen. Dafür sei es unter anderem wichtig, "Arbeitnehmern Weiterbildungs- und Aufstiegschancen aufzuzeigen", betonte Vetterl. "Diese Herausforderung verlangt neue Konzepte, um Menschen für das Handwerk zu begeistern und Lehrlinge in den Betrieben zu halten." Dazu honorierte er die Leistungen der anwesenden Ausbilder. "Wer ausbildet, leistet nicht nur etwas für die Jugendlichen und die Gesellschaft, sondern steigert auch sein Image und trägt zur Bestandssicherung bei." Damit übernehme jeder Ausbilder Aufgaben, die in anderen Ländern der Staat alleine meistere.





Kurzinterviews mit Geehrten

Günter Hartl (57), Friseurmeister, Salon Hartl in Deggendorf:

Günther Hartl Friseurmeister
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Was ist für Sie das Schönste am Ausbilden?

Dass man Fortschritte sieht. Zunächst kommt da ja jemand, der hat keine Ahnung und plötzlich sieht man eine Entwicklung. Das Schönste ist, wenn dann jemand auch nach der Ausbildung noch weiterkommen will. Erst kürzlich war ich bei der Geschäftseröffnung einer ehemaligen Auszubildenden.

Wie empfinden Sie die heutige Ehrung?

Man freut sich schon sehr, wenn die langjährige Ausbildungsleistung einmal gewürdigt wird.

Was muss ein guter Ausbilder haben?

Er muss die jungen Leute so motivieren können, dass sie selber merken, wie schön der Beruf ist. Die nötige "Anschubmotivation" ist das Wichtigste.



Toni Landgraf (53), Metzgermeister, Metzgerei Landgraf in Tirschenreuth:

Landgraf Toni Metzgermeister
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Was ist für Sie das Schönste am Ausbilden?

Wenn man sieht, dass aus einem Menschen, der zunächst nichts kann, ein Spezialist wird. Ich war ja lange Zeit im Prüfungsausschuss und habe das immer sehr genossen.

Wie empfinden Sie die heutige Ehrung?

Ich freue mich und bin stolz darauf.

Was muss ein guter Ausbilder haben?

Neben dem handwerklichen Fachwissen, vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen.



Peter Schillinger (49), Dipl.-Betriebswirt (FH), Schillinger Metallbau GmbH in Regensburg:

Peter Schillinger Betriebswirt
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Was ist für Sie das Schönste am Ausbilden?

Wenn man sieht, wie junge Leute Erfolg haben und ihren Weg machen.

Wie empfinden Sie die heutige Ehrung?

Ich freue mich. So eine Ehrung ist zwar nicht der Grund für ein engagiertes Ausbilden, aber eine sehr nette Dreingabe.

Was muss ein guter Ausbilder haben?

Das hat sich stark gewandelt. Zu Zeiten meines Vaters war noch fast ausschließlich das handwerkliche Können wichtig. Heute braucht man zunehmend soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen.



Knauer Michael Fotowerkstatt Gahr

Michael Knauer

Abteilungsleiter

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