Die 10 Teilnehmer freuten sich über die vielen handwerklichen Erfahrungen zusammen mit ihren Schulleitern Birgit Maier (2. Reihe, 3. v. re.), Günter Habel (3. Reihe, 1. v. re.) Regionalmanager Prof. Dr. Markus Lemberger (2. Reihe, 1. v. li.), Stv. Bereichsleiter Christian Kaiser (3. Reihe, 2. v. re.), Kreishandwerksmeister Georg Braun (2. Reihe, 2. v. re.), stv. Landrat Markus Müller (2. Reihe, 1. v. re.) und dem Leiter des Bildungszentrums Josef Ramsauer (3. Reihe, 3. v. re.).
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Die 10 Teilnehmer freuten sich über die vielen handwerklichen Erfahrungen zusammen mit ihren Schulleitern Birgit Maier (2. Reihe, 3. v. re.), Günter Habel (3. Reihe, 1. v. re.) Regionalmanager Prof. Dr. Markus Lemberger (2. Reihe, 1. v. li.), Stv. Bereichsleiter Christian Kaiser (3. Reihe, 2. v. re.), Kreishandwerksmeister Georg Braun (2. Reihe, 2. v. re.), stv. Landrat Markus Müller (2. Reihe, 1. v. re.) und dem Leiter des Bildungszentrums Josef Ramsauer (3. Reihe, 3. v. re.).

Karriere im Handwerk - auch mit Abi

Gymnasiasten absolvieren vierwöchiges Praktikum

27. Oktober 2017

Bohren, drehen, fräsen, tüfteln in der Werkstatt - und das teilweise in den Sommerferien. Zehn Elftklässler des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting und Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham nahmen das freiwillig auf sich, um sich beruflich zu orientieren und erste Erfahrungen im Handwerk zu sammeln. Vier Wochen lang nahmen die Schüler am handwerklichen Praktikum für Gymnasiasten im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Cham teil. Bereits zum siebten Mal fand dieses einzigartige Pilotprojekt in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cham statt.

Wegweiser für die berufliche Zukunft

Dabei erlernten die Schüler Grundtechniken in Maschinenbau und Elektrotechnik. So arbeiteten sie etwa mit modernen Maschinen wie der CNC-Fräse und löteten einen elektrischen Würfel mit LEDs. Als Abschlussarbeit fertigte jeder Teilnehmer einen sogenannten Mendocino-Motor, der das Zusammenspiel von Mechatronik und Elektronik optimal veranschaulicht. Im erlebten Arbeitsalltag, dem eigenständig erstellten Produkt und den technischen Erfahrungen erhielten die Jugendlichen wichtige Zukunftswegweiser. Zudem erwarben sie ein Zertifikat, das an Hochschulen als praktische Zugangsvoraussetzung anerkannt wird.

"Das Praktikum war unglaublich vielseitig", resümierte der 16-jährige Schüler Benedikt Groitl vom Robert-Schuman-Gymnasium. Zusammen mit seinem Projektkollegen Franz Thums vom Robert-Schuman-Gymnasium präsentierte er Eltern, Rektoren und der Öffentlichkeit stolz das Highlight ihrer Arbeit: den frei schwebenden, sechseckigen, mit Solarzellen betriebenen Elektro-Motor. Während Benedikt bisher nicht weiß, ob er nach dem Abitur eine Ausbildung oder ein Studium beginnen wird, steht bei Franz der Berufswunsch schon fest: "Ich will Maschinenbauingenieur werden. Darin hat mich das Praktikum noch bestärkt."

Landkreis bestätigt: Projekt geht weiter

Genau das sei das Ziel des Projektes, betonte der stellvertretende Chamer Landrat Markus Müller: "Junge Leute dazu bringen, die richtige Berufswahl zu treffen." Prof. Dr. Markus Lemberger, Regionalmanager des Landkreises Cham, stellte ebenfalls den Wert des Praktikums heraus und überbrachte die frohe Kunde, dass dessen Förderung für die nächsten Jahre sichergestellt sei. "Der Landkreis steht voll und ganz hinter diesem einmaligen Projekt", so Lemberger.

Die Schulleiter der beiden teilnehmenden Gymnasien bedankten sich für die mittlerweile bewährte Kooperation. "Wir hatten mittlerweile über hundert Schüler in diesem Praktikum und alle waren begeistert", so Studiendirektorin Birgit Maier, die Leiterin des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting. Ihr Kollege vom Robert-Schuman-Gymnasium in Cham, Oberstudiendirektor Günter Habel, gab ihr Recht und betonte: "Gymnasiasten haben ja kaum noch die Möglichkeit, handwerkliche Erfahrung zu sammeln." Deshalb sei solch ein hochqualitatives Praktikum äußerst wertvoll, egal welchen Beruf die Teilnehmer letztendlich ergreifen.

"Das Handwerk braucht kluge Köpfe"

Der stellvertretende Bereichsleiter der Handwerkskammer Christian Kaiser stellte fest, "dass nicht nur die Hand, sondern die Kombination aus Geist, Herz und Hand gutes Handwerk ausmacht." Das Handwerk biete zahlreiche Karrieremöglichkeiten auch für Abiturienten, etwa durch Führungspositionen oder die Übernahme eines Betriebes. "Das Handwerk braucht kluge Köpfe", sagte auch der Leiter des Bildungszentrums in Cham Josef Ramsauer. Der Chamer Kreishandwerksmeister Georg Braun betonte den Bedarf an qualifizierten jungen Leuten in der Region. Das Studium sei nicht immer der Königsweg. Schließlich habe sich das Handwerk längst weiterentwickelt und sei mittlerweile hochmodern, innovativ und kreativ.

Die Ausbilder (v. li. n. re.) Christian Kunz, Stefan Altmann und Josef Seidl führten das Praktikum durch und sorgten dafür, dass neben der Arbeit auch der Spaß am Handwerk nicht zu kurz kam.
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Die Ausbilder (v. li. n. re.) Christian Kunz, Stefan Altmann und Josef Seidl führten das Praktikum durch und sorgten dafür, dass neben der Arbeit auch der Spaß am Handwerk nicht zu kurz kam.

Die Schüler Benedikt Groitl (links) und Franz Thums (rechts) präsentierten die Ergebnisse der Berufsorientierung: Das Highlight war ein solarbetriebener, magnetgelagerter Elektromotor.
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Die Schüler Benedikt Groitl (links) und Franz Thums (rechts) präsentierten die Ergebnisse der Berufsorientierung: Das Highlight war ein solarbetriebener, magnetgelagerter Elektromotor.







Wolfgang Reif

Bereichsleiter Berufsbildung

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