Die Gymnasiasten freuten sich über den spannenden Tag in der Handwerkskammer in Deggendorf, zusammen mit dem Leiter des Bildungszentrums Armin Maier (4. Reihe, 1. v. li.), Lehrerin Marina Hofbauer (2. Reihe, 1. v. li.), Abteilungsleiter Karl Heinz Friedrich (3. Reihe, 1. v. li.) und stellvertretendem Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (1. Reihe, 1. v. li.).
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Die Gymnasiasten freuten sich über den spannenden Tag in der Handwerkskammer in Deggendorf, zusammen mit dem Leiter des Bildungszentrums Armin Maier (4. Reihe, 1. v. li.), Lehrerin Marina Hofbauer (2. Reihe, 1. v. li.), Abteilungsleiter Karl Heinz Friedrich (3. Reihe, 1. v. li.) und stellvertretendem Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt (1. Reihe, 1. v. li.).

Gymnasiasten entdecken Handwerksberufe

Handwerkskammer in Deggendorf organisierte Beruferallye für Gymnasiasten

27. Juli 2017

Zunächst sind eher fragende Gesichter zu sehen, in den Werkstätten des Bildungszentrums der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Deggendorf. 20 Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 des Comenius-Gymnasiums sind zur Beruferallye in die Kammer gekommen. Ihr Ziel: Erste handwerkliche Erfahrungen sammeln. Nachdem anfängliche Berührungsängste schnell verflogen sind, stürzen sich die Schüler kopfüber hinein, in das Abenteuer Handwerk.

Rallyeteilnehmerin Felicia Wasmeier aus Aholming wirkt wie in ihrem Element. Gerade bearbeitet sie in der Friseur-Werkstatt einen Übungskopf mit Glätteisen. Ob sie sich vorstellen könnte, Friseurin zu werden? "Ich bin für alles offen, auch für handwerkliche Berufe", entgegnet die 16-Jährige. Am besten habe ihr die Arbeit im Metallbereich gefallen. "Da durften wir an komplexen Maschinen arbeiten und am Ende hatten wir ein greifbares Ergebnis in der Hand."

Schüler Patrick Kapfenberger aus Bischofsmais ist ein paar Werkstätten weiter gerade dabei, seinen selbstgefertigten Handyhalter aus Aluminium und Kupfer abschließend abzuschleifen. Die Rallye habe ihm Spaß gemacht, sagt er, weil man so viele verschiedene Gewerke kennenlernen und so vieles ausprobieren durfte. Einen Handwerksberuf zu ergreifen, schließt er nicht aus. "Mein Vater arbeitet als Polier am Bau, da habe ich schon von klein auf viel mitbekommen", erzählt der 15-Jährige.

In das Kfz-, Metall-, Bau-, Friseur- und Elektrohandwerk schnuppern

Die Teilnehmer der Beruferallye durchlaufen insgesamt fünf Stationen in den Bereichen Metall, Bau, Kraftfahrzeugtechnik, Elektro und Friseur. Mit der Unterstützung erfahrener Ausbildungsmeister dürfen sie verschiedenste praktische Aufgaben erfüllen und sich handwerklich ausprobieren. So fertigten die Jugendlichen unter anderem einen Handyhalter aus Metall, lernten am praktischen Beispiel eine Lichtschaltung kennen, berechneten und bauten ein Mauerwerk, reparierten Kabelverbindungen im Kfz-Bereich und übten Frisuren an Echthaar-Übungsköpfen. Zwischen den einzelnen Stationen konnten die Schüler ihre neuen Kenntnisse direkt anwenden, um spannende Rätsel zu lösen. Abschließend wurden die besten Teilnehmer und Gruppen bei einer Siegerehrung bejubelt und unter anderem mit Kinogutscheinen belohnt.

"Uns ist wichtig, den Jugendlichen zu zeigen, dass sie ihr Wissen aus der Schule auch im richtigen Leben anwenden können", betonte der Leiter des Bildungszentrums Armin Maier. Dieser Erstkontakt mit dem Handwerk sei äußerst wertvoll, betonte er. Schließlich hätten gerade Gymnasiasten oft kaum Bezug zu Handwerksberufen. Das bestätigte auch die Lehrerin für Wirtschaft und Recht Marina Hofbauer. Die Rallye sei im Hinblick auf die Berufswahl sehr hilfreich für die Schüler.

Vielversprechende Perspektiven auch für Gymnasiasten

Dass das Handwerk auch für Abiturienten vielversprechende Perspektiven bietet, betonte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kammer Hans Schmidt. Er betonte den Wert eines berufsorientierten Praktikums, gerade auch für Schüler der Gymnasien. Schließlich gebe es nicht nur den vorgefertigten Weg eines Studiums. Auch das Handwerk biete zahlreiche Karrieremöglichkeiten, zum Beispiel durch Führungspositionen oder die Übernahme eines Betriebes. "Viele Handwerksunternehmen in der Region suchen dringend Fachkräfte und haben interessante Stellen im Angebot", so Schmidt.

Die Neuntklässler (v. li. n. re.) Martin Ledabiel, Patrick Kapfenberger und Constantin Habereder zeigten handwerkliches Talent beim Fertigen eines Handyhalters aus Metall.
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Die Neuntklässler (v. li. n. re.) Martin Ledabiel, Patrick Kapfenberger und Constantin Habereder zeigten handwerkliches Talent beim Fertigen eines Handyhalters aus Metall.

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Armin Maier
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Tel. 0991 2506-222
Fax 0991 2506-290
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"Wir forme ich Locken mit einem Glätteisen?" Zehntklässlerin Felicia Wasmeier und ihre Mitschüler durften sich darin am Echthaar-Übungskopf ausprobieren.
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"Wir forme ich Locken mit einem Glätteisen?" Zehntklässlerin Felicia Wasmeier und ihre Mitschüler durften sich darin am Echthaar-Übungskopf ausprobieren.

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