Die Corona-Pandemie macht deutlich, wie wichtig das grenzübergreifende Wirtschaften für Ostbayern ist.
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Die Corona-Pandemie macht deutlich, wie wichtig das grenzübergreifende Wirtschaften für Ostbayern ist. Die Vertreter der Handwerkskammer, Präsident Dr. Georg Haber und Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger (li.), begrüßen die Grenzöffnungen Tschechiens und Österreichs. (Hinweis: Das Bild wurde vor Ausbruch der Corona-Pandemie aufgenommen.)

Europa wird wieder erlebbar

Die Handwerkskammer begrüßt die Grenzöffnungen Österreichs und der Tschechischen Republik.

9. Juni 2020

Die Handwerkskammer begrüßt die überraschende Grenzöffnung Österreichs am letzten Donnerstag und der Tschechischen Republik am letzten Freitag. "Wir freuen uns, dass unsere tschechischen und österreichischen Nachbarn und Freunde die Grenze wieder geöffnet haben und so der europäische Gedanke in Ostbayern wieder aktiv gelebt werden kann", so Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, und Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer, unisono. Die Handwerkskammer hatte sich in den vergangenen Wochen für zeitnahe Grenzöffnungen eingesetzt.

Spagat zwischen Wirtschaft und Menschenschutz gelungen

"Die Corona-Pandemie machte drastische Maßnahmen notwendig, die in dieser Form kaum vorstellbar waren und tiefe Einschnitte in das Leben der Menschen und die Wirtschaft in Ostbayern zur Folge hatten. Beinahe über Nacht mussten zum Schutz der Bevölkerung Grenzen dichtgemacht, Ausgangssperren verhängt und das tägliche Leben massiv eingeschränkt werden. Dass dabei der Schutz der Menschen an oberster Stelle stand, deutlich vor wirtschaftlichen Belangen, ist richtig und wichtig. Trotz großer Anspannung und Unsicherheit stand in Österreich, Tschechien und Deutschland das Bemühen um eine wohlwollende und verantwortungsvolle Anwendung der Regelungen immer im Vordergrund. Der Spagat, die wirtschaftlichen Verflechtungen einerseits nicht völlig zu kappen - Stichwort Grenzpendler - und andererseits die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen korrekt anzuwenden, ist nur aufgrund der guten Beziehungen unserer Regionen gelungen", bilanziert Georg Haber.

Region kann aus der Krise lernen

"Nun gilt es, mit der wiedergewonnenen Freiheit verantwortungsvoll umzugehen und die Erfahrungen der letzten Wochen für eine erfolgreiche Zukunft zu nutzen. Wenn man der Corona-Pandemie auch etwas Gutes abgewinnen möchte, dann kann man zumindest sagen, dass wir jetzt sicher wieder mehr zu schätzen wissen, was offene Grenzen und das Leben und Arbeiten in einem vereinten Europa für uns bedeuten und wert sind. Manch Selbstverständliches zeigt sich jetzt als sehr wertvolles Gut, dass es zu pflegen und zu bewahren gilt. Und so kann unsere Region auch gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, weil wir wissen, dass unsere Bande stark sind und wir uns aufeinander verlassen können. Nun ist es wichtig, dass Deutschland spätestens am 15. Juni nachzieht, sodass wieder alle die Vorteile unserer gemeinsamen Region nutzen können", sagt Jürgen Kilger.



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Jürgen Kilger

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