Das Handwerk ist für Landshut unverzichtbar: Darüber waren sich Oberbürgermeister Alexander Putz (2. v. li.) und die Vertreter der Handwerkskammer, (v. li. n. re.) stv. Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt, Vizepräsident Konrad Treitinger und Präsident Dr. Georg Haber bei einem Treffen im Bildungszentrum in Landshut einig.
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Das Handwerk ist für Landshut unverzichtbar: Darüber waren sich Oberbürgermeister Alexander Putz (2. v. li.) und die Vertreter der Handwerkskammer, (v. li. n. re.) stv. Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt, Vizepräsident Konrad Treitinger und Präsident Dr. Georg Haber bei einem Treffen im Bildungszentrum in Landshut einig.

Das Handwerk ist für Landshut unverzichtbar

Oberbürgermeister Putz besuchte Handwerkskammer

27. Juli 2017

Auf Einladung der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz besuchte der Oberbürgermeister von Landshut Alexander Putz erstmals das Bildungszentrum in Landshut. Kammerpräsident Dr. Georg Haber, Vizepräsident Konrad Treitinger und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt informierten ihn über die Aufgaben der Handwerkskammer und deren dezentrale Struktur mit elf Bildungszentren in Ostbayern. Nach einem Rundgang durch die Werkstätten, beherrschte das Thema der beruflichen Bildung das Gespräch.

So sind die Ausbildungszahlen im ostbayerischen Handwerk steigend, Neuabschlüsse bei den Lehrverträgen 2016 liegen bei fast vier Prozent. Im Bereich der Stadt und des Landkreises Landshut stehen die Ausbildungszahlen mit fünf Prozent für die Stadt und elf Prozent für den Landkreis sogar noch höher, erklärte Hans Schmidt. Auch die Konjunktur befindet sich im 2. Quartal 2017 auf Rekordniveau, wie die jüngste Handwerkerumfrage ergab. Kein Wunder, dass das Handwerk in und rund um Landshut viele offene Stellen zu bieten hat, sowohl für Auszubildende als auch für Fachkräfte. "Deshalb sehen wir die Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen als Chance", betonte Schmidt. So gibt es in Ostbayern mittlerweile 246 Lehrverhältnisse. Man dürfe allerdings nicht vergessen, dass der Integrationsprozess Zeit brauche. Außerdem vertrete die Kammer die Ansicht, dass Ausbildungs- und Prüfungsniveaus auf keinen Fall gesenkt werden dürfen.

Als weitere Herausforderung, die zielstrebig angegangen werden müsse, nannte Präsident Dr. Georg Haber die fortschreitende Digitalisierung. Um Handwerksbetriebe adäquat beraten zu können, habe man ein Konzept für digitale Gebäudetechnik erarbeitet, in das künftig alle elf Standorte virtuell vernetzt und eingebunden werden sollen. "Handwerk und Handwerkskammer ist im Bereich der Digitalisierung gefordert und auf einem guten Weg. Wichtig ist dabei vor allem die Infrastruktur, das heißt ausreichende Breitbandversorgung", so Haber.

Zustimmung erntete Haber vom Oberbürgermeister. "Die Breitbandversorgung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe unerlässlich", so Putz. Beeindruckt zeigte er sich vom Berufsorientierungsprogramm der Kammer, das in den letzten zehn Jahren 30.000 Schülern einen Einblick ins Handwerk ermöglichte. Putz, der sich deutlich zum dreigliedrigen Schulsystem bekannte, bezeichnete die Mittelschule mit dem berufsorientierenden Profil als wichtigen Baustein für die Versorgung der Wirtschaft.

Abschließend lobten die Kammervertreter die Zusammenarbeit mit Partnern am Bildungscampus Schönbrunn wie der Hochschule, dem Agrarbildungszentrum und der Sparkassenakademie. Diese Verbindungen seien wichtig für das Handwerk. Denn in den kommenden zehn Jahren stehen 11.000 Betriebe in Ostbayern zur Übergabe an. Das sei eine gute Chance auch für Hochschulabsolventen mit Berufsausbildung als Unternehmer oder Führungskraft ins Handwerk zu kommen.



Hans Schmidt

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