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Damit Regensburg im Fluss bleibt

IHK und Handwerkskammer sprechen sich für umfassendes Mobilitätskonzept aus

26. Juni 2017

Wirtschaftsleistung, die Zahl der Arbeitsplätze und die Einwohnerzahl steigen in der Region Regensburg seit Jahren. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft müssen bei der Mobilität nun Weichen gestellt werden. "Der Verkehr ist das Nadelöhr für die wirtschaftliche Entwicklung von Stadt und Landkreis Regensburg", beziehen sich die Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes von der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und Toni Hinterdobler von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz auf ihre Standortumfragen. Die Stadt müsse für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter als auch für die Logistik der ansässigen Unternehmen erreichbar bleiben. Gerade im Individualverkehr und beim ÖPNV sehen IHK und Handwerkskammer Handlungsbedarf und sprechen sich für ein umfassendes Mobilitätskonzept aus. "Regensburg will mobil bleiben und seine Umwelt schonen. Die regionale Wirtschaft will ebenfalls beides", betonen Helmes und Hinterdobler.

Lösungen statt Verbote

Ein umfassendes Mobilitätskonzept für die Stadt Regensburg und ihr Umland beinhaltet aus Sicht von IHK und Handwerkskammer mehrere Rädchen, die ineinander greifen müssen. Wichtige Elemente seien ein höherwertiges ÖPNV-System, beispielsweise in Form einer Stadtbahn, noch mehr Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und eine intelligente City-Logistik genauso wie der Ausbau der A3, der Schiene und der Wasserstraße. Anstelle einseitiger Verbote, wie sie zum Beispiel Städte wie München beim Thema Dieselfahrzeuge planen, könnten den Unternehmen und den Menschen attraktive Alternativen angeboten werden. Ein Fahrverbot kann - je nach Ausgestaltung - negative Konsequenzen für den innerstädtischen Handel haben. "Bereits jetzt kämpfen viele Standorte mit rückläufigen Besucherzahlen", beobachtet Helmes mit Blick auf die Ortskerne in der Region. Gleichzeitig würden Fahrverbote alle regionalen Handwerker und ihre Kunden aus der Stadt besonders stark treffen, betont Hinterdobler. "Denn unsere Handwerker können ihren Fuhrpark nicht von heute auf morgen neu aufstellen."

Erste Erkenntnisse für moderne Mobilität zog die IHK bereits aus einem Projekt mit dem Regensburger Verkehrsverbund RVV zur besseren Erreichbarkeit der großen Regensburger Unternehmen für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Ein Mobilitätskonzept, das den Bedarf der Stadtbewohner, der 75.000 Einpendler und der Unternehmen unter Einbeziehung aller Verkehrsträger berücksichtigt, bringt die Stadt Regensburg und ihr Umland voran", ist sich Helmes sicher.



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Toni Hinterdobler
Hauptgeschäftsführer

Tel. 0941 7965-101
Fax 0941 7965-281101
toni.hinterdobler--at--hwkno.de





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