Die zwölf Teilnehmer freuten sich über ihre neuen Erfahrungen im Handwerk zusammen mit ihren Schulleitern Birgit Maier (1. Reihe, 2. v.li.) und Günter Habel (2. Reihe, 2. v. li.), dem stellvertretenden HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt, (1. Reihe, 1. v. li.), dem Leiter des Bildungszentrums Josef Ramsauer (2. Reihe, 3. v. li.), Kreishandwerksmeister Georg Braun (1. Reihe, 2. v. re.), Wirtschaftsreferent des Landkreises Cham Klaus Schedlbauer (1. Reihe, 1. v. re.) und Franz Spannbauer, Betriebsleiter bei Siemens Cham (2. Reihe, 1. v. li.).
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Die zwölf Teilnehmer freuten sich über ihre neuen Erfahrungen im Handwerk zusammen mit ihren Schulleitern Birgit Maier (1. Reihe, 2. v.li.) und Günter Habel (2. Reihe, 2. v. li.), dem stellvertretenden HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt, (1. Reihe, 1. v. li.), dem Leiter des Bildungszentrums Josef Ramsauer (2. Reihe, 3. v. li.), Kreishandwerksmeister Georg Braun (1. Reihe, 2. v. re.), Wirtschaftsreferent des Landkreises Cham Klaus Schedlbauer (1. Reihe, 1. v. re.) und Franz Spannbauer, Betriebsleiter bei Siemens Cham (2. Reihe, 1. v. li.).

Berufsorientierung: Werkstatt statt Klassenzimmer

Gymnasiasten absolvieren vierwöchiges Praktikum

29. Oktober 2018

Praxis statt Theorie hieß es für zwölf Schüler des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting und des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham - sie alle absolvierten ein freiwilliges Praktikum im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Cham. Vier Wochen lang, zwei davon sogar in den Sommerferien, arbeiteten sie in der Werkstatt an verschiedenen Geräten und Maschinen. Bereits zum achten Mal fand dieses einzigartige Projekt, in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cham, statt.

Schulwissen in die Tat umgesetzt

"In der Werkstatt haben wir auch einmal im realen Leben gesehen, wie das funktioniert, was wir in der Theorie in der Schule besprechen", beschrieb Johannes Baumann, Schüler des Benedikt-Stattler-Gymnasiums, seine Erfahrungen. "Besonders handwerklich habe ich einiges dazu gelernt."

Im Praktikum befassten sich die Schüler mit den Grundtechniken des Maschinenbaus und der Elektrotechnik, fertigten beispielsweise einen Fernsehturm aus Aluminium und ein Retroradio. Das Herzstück ihrer Arbeit, das sie zum Abschluss voller Stolz ihren Eltern, Direktoren und der Öffentlichkeit präsentierten, war ein frei schwebender, mit Solarzellen betriebener Mendocino-Motor. "Zu sehen wie die Maschinen mit nur einem Knopfdruck so komplizierte Teile fräsen können, war faszinierend", so Andreas Plattner vom Robert-Schuman-Gymnasiums über den Umgang mit den CNC-Fräsmaschinen.

Karriere im Handwerk auch für Abiturienten interessant

"Die Wirtschaft generell, aber auch das Handwerk, reißt sich um junge Fachkräfte, wie Sie es bald sind", erläuterte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hans Schmidt den Schülern. Gerade Abiturienten mit einer Ausbildung und einer Weiterbildung zum Handwerksmeister seien prädestiniert dafür, als Führungskraft oder Unternehmer in einem handwerklichen Betrieb zu arbeiten. Das betonte auch Birgit Maier, die Schulleiterin des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting: "Gymnasiasten bringen eine gute Mischung aus Köpfchen und Fingerfertigkeit mit." Günter Habel, Direktor des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham stimmte ihr zu: "Die Schüler entwickeln immer mehr Interesse für das Handwerk." Das Praktikum bei der Handwerkskammer betrachteten beide als gewinnbringende Chance, um etwas über die eigenen Interessen und Fähigkeiten zu erfahren.

Berufsorientierung für Gymnasiasten ein Erfolgsmodell

Im mehrwöchigen Praktikum haben die Schüler nicht nur die Möglichkeit, ihr Geschick für handwerkliche und technische Berufe zu erkunden. Mittlerweile erkennen einige Hochschulen die Berufsorientierung als Vorpraktikum in Studiengängen wie Maschinenbau und Elektrotechnik an. "Aus vielen Praktikanten bei der Handwerkskammer werden Studenten im technologischen Bereich", erzählte der Leiter des Bildungszentrums Josef Ramsauer. Allgemeines Ziel des Projektes sei es, junge Menschen bei ihrer Berufswahl zu unterstützten. Seit Beginn der Berufsorientierung in Cham haben 90 Schüler Werkstattluft schnuppern dürfen. Im Jahr 2019 geht es weiter: Ein Projekt in Richtung Robotik sei vorstellbar, so Ramsauer.

Stellvertretend für alle Teilnehmer präsentierten die beiden, was sie in vier Wochen Praktikum alles gelernt haben.
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Stellvertretend für alle Teilnehmer präsentierten Johannes Baumann (li.) und Andreas Plattner, was sie in vier Wochen Praktikum alles gelernt haben.

 Ansprechpartner

Josef Ramsauer
Leiter Bildungszentrum

Tel. 09971 840-17
Fax 09971 840-49
josef.ramsauer--at--hwkno.de



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Das größte Projekt des Praktikums war die Anfertigung eines frei schwebenden, mit Solarzellen betriebenen Mendocino-Motors.

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