Handwerk grenzenlos erfolgreich: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den grenzüberschreitenden Personen- und Dienstleistungsverkehr

Spezielle Hinweise und Informationen

Bitte beachten Sie, dass diese Seite regelmäßig aktualisiert wird  - Aktueller Stand: 27. Oktober 2020

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne jederzeit zur Verfügung!

Verfolgen Sie zusätzlich zu den nachfolgenden Informationen auch die aktuellen Pressemitteilungen und Nachrichten der öffentlichen Sender. Bitte beachten Sie, dass jedes Land kurzfristig und innerhalb einzelner Regionen strengere Maßnahmen einführen kann.
Für Notfälle und dringende Angelegenheiten außerhalb unserer Öffnungszeiten senden Sie bitte eine Mail an corona.betriebsberatung@hwkno.de.

Aktuell werden viele kostenlose Online-Seminare im Bereich International angeboten, die Termine finden Sie hier.



Deutschland

Einreisen aus EU-Staaten, den Schengen-assoziierten Staaten Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island sowie UK nach Deutschland sind derzeit ohne das Erfordernis eines triftigen Einreisegrundes möglich. Informationen zur Einreise aus Drittländern finden Sie auf der Seite des Bundesinnenministeriums, in dieser Meldung. Derzeit werden im regelmäßigen Rhythmus die Einreisebedingungen aus Drittländern überprüft.

Einreise aus Risikogebieten

Welche Länder als Risikogebiete eingestuft werden, können Sie den Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) entnehmen. Aktuelle Infos finden Sie hierzu auf der Seite des RKI.

Meldepflicht

Seit dem 08.08.2020 besteht grundsätzlich eine Meldepflicht für Personen, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland kommen. Im grenzüberschreitenden Bahn-, Bus- oder Schiffsverkehrs sind die Beförderungsunternehmen verpflichtet, Angaben zu den Reisenden mittels der sog. "Aussteigekarte" zu erheben und an die zuständige Gesundheitsbehörde zu übermitteln.

Bei Einreise mit dem PKW auf dem Landweg liegt die Verantwortung bei den einreisenden Personen selbst. Das heißt, Sie müssen sich selbstständig bei der örtlichen Gesundheitsbehörde melden. Dazu können Sie die Aussteigekarte nutzen - siehe Downloads.

Hier finden Sie eine Liste der zuständigen Ämter. Ausgenommen von der Verpflichtung zur Meldung sind unter anderem Personen, die ein Risikoland nur passiert haben oder die unter eine Ausnahme der Einreise-Quarantäne-Verordnung (EQV) fallen. Näheres dazu im Folgenden.

Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten per Flugzeug

Grundsätzlich sind Personen, die auf dem Luftweg nach Deutschland einreisen, aufgefordert, ein ärztliches Zeugnis über eine Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus bei der Einreise vorzulegen. Können Sie dieses nicht vorweisen, müssen Sie sich vor Ort, am Flughafen, einem verpflichtenden Test unterziehen.

Einreise-Quarantäne in Bayern

Die derzeitige und bis einschließlich 08.11.2020 geltende Einreise-Quarantäne-Verordnung (EQV) finden Sie hier.

Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Bayern in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben. Sie dürfen keinen Kontakt zu Personen außerhalb ihres Hausstandes haben. (Details hierzu s.a. §1 EQV). Wie oben bereits erwähnt, müssen Betroffene nach ihrer Einreise mit dem PKW unverzüglich und eigeninitiativ die jeweils zuständige Gesundheitsbehörde kontaktieren. 

Ausnahmen nach § 2 EQV

Bitte beachten Sie: Die Ausnahmen gelten nur, wenn die Personen keine, für eine Corona-Infektion typischen, Krankheitszeichen aufweisen!

(1): Bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) sind sie von der Quarantänepflicht befreit. Die Anforderungen an den Test finden Sie im §2 (1) der EQV. Die molekularbiologische Testung darf beispielsweise nicht älter als 48h sein und der Test-Nachweis muss in englischer oder deutscher Sprache geschrieben sein. Das negative Testergebnis muss für mind. 2 Wochen nach der Einreise aufbewahrt werden und auf Verlangen der Behörde unverzüglich vorgelegt werden können.



(2): Weitere Ausnahmen gibt es beispielsweise für Personen, die

  • sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben und der kurze Aufenthalt nicht der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung gedient hat § 2 (2) Nr. 5 EQV
  • einen sonstigen triftigen Reisegrund haben. (Achtung: Hierbei geht es vor allem um soziale Aspekte z. B. geteiltes Sorgerecht, notwendige medizinische Behandlungen) § 2 (2) Nr. 6 EQV
  • "zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst" einreisen § 2 (2) Nr. 4 EQV

Zur letztgenannten Ausnahme erläutert das Bayerische Gesundsheitsministerium auf deren Homepage unter den FAQs im Themenbereich "Einreise-Quarantäneverordnung (EQV)" folgendes:

Eine zwingend notwendig und unaufschiebbare, beruflich veranlasste Einreise ist dann der Fall, wenn es dem Arbeitnehmer aufgrund der von ihm zu erbringenden Tätigkeit nicht zumutbar ist,

  • die 14-tägige Heimquarantäne abzuleisten oder auf das negative Testergebnis eines durchgeführten Coronatests zu warten
  • und sie die Arbeit nicht anderweitig sinnvoll erledigen können als physisch vor Ort, da eine Home-Office-Lösung nicht zielführend ist
    oder Vertragsstrafen bzw. erhebliche finanzielle Verluste drohen, wenn die Arbeit nicht direkt vor Ort ausgeführt werden kann (z. B. bei einem Subunternehmer aus dem Ausland, der in Bayern auf einer Baustelle tätig ist, die keinen Aufschub duldet).

Wenn das bei Ihren Mitarbeitern der Fall sein sollte, stellen Sie diesen unbedingt einen Nachweis darüber aus. Einen grundlegenden Vorschlag für eine solche Arbeitgeberbescheinigung für tschechische Pendler finden Sie unter den Downloads. Sofern Sie als Subunternehmer die gerade genannten Gründe für die Ausnahme erfüllen, lassen Sie sich von Ihrem Auftraggeber eine Bestätigung darüber ausstellen.



Zusätzliche Vorschriften für Berufspendler aus einem Risikogebiet (§3 EQV) – neu seit 23.10.2020

Für alle Personen, die aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen von einem Risikogebiet regelmäßig mindestens einmal pro Woche nach Bayern einreisen, gibt es seit dem 23.10.2020 eine neue Vorschrift.

Die genannten Personen müssen seit dem 23.10.2020 innerhalb von 7 Tagen nach ihrer ersten Einreise ein Testergebnis auf das Corona-Virus vorlegen können. Der Test muss regelmäßig in der jeweils darauffolgenden Kalenderwoche wiederholt werden. Die Testnachweise müssen unaufgefordert und unverzüglich der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle vorgelegt werden.
Die Testung kann entweder (für Berufspendler kostenfrei) in Bayern erfolgen oder von einem, vom RKI anerkannten Institut 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein.

Bitte beachten Sie, dass es für einzelne Landkreise gesonderte Regelungen geben kann, so zum Beispiel für den Landkreis Cham:

Aktuelle Vorschriften für den Landkreis Cham



Arbeitsrechtliche Fragen insbesondere bei Ein-und Rückreise aus Risikogebieten (z. B. auch Fahrt in die Heimat/Urlaub)

Zur Thematik Ein- und Rückreise aus Risikogebieten sowie Urlaub während der Corona-Pandemie werfen oft auch zahlreiche arbeitsrechtliche Thematiken Fragen auf. Einige Antworten darauf finden Sie auf unserer offiziellen Corona-Seite unter Arbeitsrecht. Mehr dazu finden Sie auch in einem Merkblatt auf dieser Seite unter den Downloads.

Die Internetseite reopen.europa.eu/de bietet Ihnen die Möglichkeit, sich im Vorfeld eine Übersicht über Ein- und Ausreisebedingungen der europäischen Länder zu verschaffen.



Informationen zum Transitverkehr innerhalb der EU

Vor Reisen zurück ins jeweilige Heimatland und/oder von dort nach Deutschland sollte sich Ihr Arbeitnehmer über die aktuell geltenden Regelungen wie Einreisebestimmungen und Quarantänemaßnahmen sowie auch über die Transitmöglichkeiten beim Passieren mehrerer Landesgrenzen informieren.

Informationen zu den Ländern bietet beispielsweise das Außenwirtschaftsportal Bayern. Sowie die Reise-und Sicherheitshinweise zum jeweiligen Land.





Tschechien

Aktueller Hinweis

Die tschechische Regierung hat am 30. September 2020 wegen der schnellen Ausbreitung der Coronavirus-Infektion im Lande in einer außerordentlichen Sitzung einen nationalen Notstand ab 5. Oktober 2020 bis 3. November 2020 ausgerufen.

Seit 22.10.2020 ist die Einreise nach Tschechien für touristische Zwecke und Besuche von Freunden untersagt.

Einreise Tschechien

Geschäfts-/Dienstreisen, Familienbesuche, Reisen aus medizinischen Gründen und zur Teilnahme an Hochzeiten und Begräbnissen sind für deutsche Staatsbürger weiterhin erlaubt, wenn sie sich in den letzten 14 Tagen nicht länger als 12 Stunden in einem Land der roten Kategorie aufgehalten haben (siehe Ampelsystem).

Der Transit durch Tschechien ist für deutsche Staatsbürger weiterhin möglich, er darf nicht länger als 12 Stunden dauern.

Relevante Sicherheitsinfos

Landesweit gilt Maskenpflicht:

  • in allen Innenräumen der Gebäude (Ausnahmen sind u. a. der eigene Haushalt, Hotelzimmer, Betriebe und Büros, aber nur wenn der Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Mitarbeitern eingehalten wird)
  • in allen öffentlichen Verkehrsmitteln
  • an allen Haltestellen,  Bahnsteigen und in Warteräumen des öffentlichen Verkehrs
  • in Autos, wenn die Insassen nicht aus demselben Haushalt kommen
  • in allen öffentlich zugänglichen Orten in bebauten Gebieten der Städte und Kommunen, wenn der 2-Meter-Abstand zwischen den Personen nicht eingehalten wird

Folgende Maßnahmen sind landesweit mit der Ausrufung des Notstands bis 03.11.2020 vorgesehen:

  • Schulen sind vorübergehend geschlossen, die Kinder erhalten Fernunterricht (bis 01.11.2020)

  • Beschränkte Öffnungszeiten für Geschäfte die Lebensmitteln, Drogeriewaren, Tiernahrung verkaufen. (Montag bis Samstag geschlossen zwischen 20.00 und 5.00 Uhr, Sonntag geschlossen (Ausnahmen: Apotheken, Tankstellen und Geschäfte an den Bahnhöfen und Flugplätzen)).

  • Apotheken und Großhandelsgeschäfte sind zugänglich. Andere Einzelhandelsgeschäfte sind vorerst geschlossen.

  • Es gilt für die Personen in Tschechien, die Wohnung nur für den Weg zur Arbeit, für Einkäufe sowie z. B. für Arztbesuche zu verlassen. Die Begegnungen mit anderen Menschen müssen auf die notwendigste Zeit begrenzt werden.

  • Der Aufenthalt im Freien (z. B. in der Natur, in Parks) ist für max. zwei Personen erlaubt. Ausnahmen gibt es bei Familienmitgliedern

  • Nächtliche Ausgangssperre zwischen 21.00 und 4.59 Uhr (Ausnahmen: Reisen zur Arbeit, zur Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und Lösung von Krisensituationen, zur Sicherstellung des Lebensschutzes, des öffentlichen Verkehrs, der Versorgung und Lieferdienstleistungen und Gewährleistung von Gesundheits- und Sozialdienstleistungen, unaufschiebbare Reisen zum Gesundheits-, Lebens- und Eigentumsschutz, Ausführen von Hunden bis 500 m vom Wohnort)

  • Homeoffice-Pflicht bei den Firmen wo es technisch möglich ist

Die komplette Auflistung aller aktuell geltenden Schutzmaßnahmen in Tschechien finden Sie auf der Webseite des Tschechischen Gesundheitsministeriums unter den Downloads.

Gerne stehen wir Ihnen mit Informationen zu den Melde- und Registrierpflichten, die bei der Abwicklung von Aufträgen in Tschechien zu beachten sind, zur Verfügung.

Wichtige Informationen zur Einreise nach Deutschland finden Sie hier.

Tschechische Pendler können den Vordruck unter den Downloads als Arbeitgeberbescheinigung verwenden, um im Falle einer möglichen Kontrolle einen Nachweis mit sich zu führen.

Derzeit sind keine zusätzlichen Grenzkontrollen zu den üblichen Routinekontrollen für Berufspendler durch die Bundespolizei vorgesehen.



Österreich

Die Einreise aus Deutschland ist uneingeschränkt möglich.

Die Einreise auch aus allen anderen EU-Mitgliedstaaten (mit Ausnahme von Bulgarien, Kroatien, Portugal, Rumänien, Spanien -außer Kanaren - und Schweden) sowie aus Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz und Vatikan ist uneingeschränkt möglich, wenn die einreisenden Personen ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich oder in einem dieser Staaten haben. Reisende müssen jedoch auf Verlangen glaubhaft machen, dass sie sich in den letzten 10 Tagen nur in den vorgenannten Ländern oder in Österreich aufgehalten haben. Die Länderliste und weitere Informationen bietet das österreichische Bundessozialministerium.

Die Grenzkontrollen Österreichs an der Grenze zu Deutschland sind aufgehoben. In Grenznähe finden jedoch stichprobenartige Kontrollen durch gemischte Teams, bestehend aus Polizei und Grenzschutzbehörden, statt.

Die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp ist ohne Einschränkungen möglich.

Das Mitführen eines gültigen Reisepasses oder Personalausweises ist verpflichtend.

Informationen zu den Melde- und Registrierpflichten, die bei der Abwicklung von Aufträgen in Österreich zu beachten sind, finden Sie in unserem Leitfaden "Lieferungen und Handwerksleistungen in Österreich".

Relevante Sicherheitsinfos für Österreich

Grundsätzlich gilt: Ein Meter Abstand gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, zu halten (auch an öffentlichen Orten im Freien). Die Abstandspflicht gilt nicht zwischen unter einander bekannten Gruppen bis zu sechs Personen zuzüglich bis zu seschs minderjähriger Kinder (Maximalgröße: 12 Personen) 

Der Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist in folgenden Bereichen verpflichtend zu tragen:

  • im gesamten Handel sowie auf Märkten und Messen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis
  • in allen Geschäften, Supermärkten, Tankstellen und Museen
  • in sämtlichen Betriebsstätten für Kunden im Innenraum (z.B. Friseure, Autohäuser etc.)
  • in Beherbergungsbetrieben (Hotellerie) in allgemein zugänglichen Bereichen
  • in der Gastronomie, auch wenn Gäste nicht an ihrem Platz sitzen
  • in Beherbergungsbetrieben (Hotellerie) für Gäste in allgemein zugänglichen Bereichen
  • bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (ausgenommen am zugewiesenen Sitzplatz)
  • in Amtsgebäuden und Behörden mit Kundenkontakt
  • in Apotheken, Pflegeheimen, Kranken- und Kuranstalten sowie an Orten, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden
  • in Bank- und Postfilialen sowie bei Postpartnern
  • in Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und im Innenbereich von Ausflugsschiffen
  • bei Dienstleistungen, wenn der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann oder keine anderen Schutzmaßnahmen (z.B. Plexiglasscheibe) vorhanden sind
  • bei Demonstrationen, wenn der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann
  • an U-Bahn-Stationen, Bahnsteigen, Haltestellen, Bahnhöfen und Flughäfen (auch im Freien)

Weiter geltende verschärfte Maßnahmen in der Gastronomie und bei Veranstaltungen finden Sie hier.

Am 4. September ist in Österreich zudem das Corona Ampelsystem in Betrieb gegangen, um eine Bewertung der regionalen epidemiologischen Lage im eigenen Land zu ermöglichen.

Die interaktive Landkarte finden Sie online auf corona-ampel.gv.at. Die für jede der vier Farben erlassenen Maßnahmen sind auf der Homepage zur Corona-Ampel ersichtlich.

Fahrgemeinschaften von Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, sind nur zulässig, wenn dabei ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird und in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Gleiches gilt auch für Taxis und taxiähnliche Betriebe.
Infos zu den Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen bietet eine anschauliche Broschüre der WKO, Geschäftsstelle Bau.



Ungarn

Seit 1. September 2020 dürfen ausländische Staatsbürger nicht mehr nach Ungarn einreisen, es gelten allerdings einige Ausnahmeregelungen, unter anderem:

  • Ungarische Staatsbürger und ausländische Staatsbürger, die zum dauerhaften Aufenthalt in Ungarn berechtigt sind oder über einen Aufenthaltstitel von mehr als 90 Tagen verfügen, können weiterhin einreisen, müssen aber eine 10-tägige Quarantäne antreten. Sie werden von der Quarantäne befreit, wenn sie innerhalb von fünf Tagen – mit einem Abstand von mindestens 48 Stunden – zwei negative SARS-CoV-2 PCR-Testergebnisse vorweisen können. Dies betrifft i. d. R. die bei uns beschäftigten Arbeitnehmer aus Ungarn, wenn Sie aus privaten Gründen (z. B. der Besuch der Familie) in ihr Heimatland zurückkehren möchten!

  • Ungarische und ausländische Staatsbürger können im Rahmen von Dienstreisen ohne Beschränkungen (d. h. auch ohne Quarantänepflicht und ohne COVID-Test) nach Ungarn einreisen. Der geschäftliche Charakter der Reise ist bei der Einreise plausibel zu machen.

  • Ungarn und auch Berufspendler aus den Nachbarstaaten, die in einem Kreis von 30 km von der Staatsgrenze arbeiten, dürfen ohne Einschränkungen nach Ungarn zurückkehren bzw. einreisen, wenn der Aufenthalt im Nachbarland bzw. Ungarn nicht länger als 24 Stunden dauerte. Voraussetzung ist in beiden Fällen eine Bestätigung des Arbeitgebers.

  • Individuelle Ausnahmegenehmigungen: Auf Antrag können in den zuvor nicht erfassten Fällen von der Polizei individuelle Ausnahmegenehmigungen zur Einreise erteilt werden. Hierfür bedarf es aber wichtige Gründe, z. B. eine medizinische Versorgung in Ungarn, Teilnahme an einem Gerichtsverfahren etc. Nach aktueller Gesetzeslage ermöglicht die Ausnahmegenehmigung die Einreise nach Ungarn, nicht aber die Befreiung von der Quarantänepflicht. Einige Tage Quarantäne sind daher unausweichlich.

Auf den Grenzübergängen werden keine Testungen durchgeführt, sie sind individuell zu organisieren. Die Kosten sind von den Reisenden zu tragen. Beim ersten Test werden auch Ergebnisse von Testlaboren in der EU, USA und Kanada auch anerkannt.

Verfahren beim Testen:
  • Vor dem Testen ist eine Erlaubnis der örtlich zuständigen Regierungsstelle (Járási Hivatal) einzuholen. Ungarische Staatsbürger können die Erlaubnis gegen eine Gebühr von 3.000 Forint unter www.epapir.gov.hu elektronisch beantragen. Die Gebühr ist auf das Konto von Magyar Államkincstár 10032000-01012107 zu überweisen.

  • Nach Erhalt der Erlaubnis kann die Quarantäne für die Dauer der Testung verlassen werden.

  • Liste der Institute, die in Ungarn COVID-Tests durchführen: Liste der Teststellen

  • Ausländische Staatsbürger können die Erlaubnis per E-Mail bei der örtlich zuständigen Regierungsstelle für Gesundheitsfragen (Kormányhivatal - Népegészségügyi osztály) beantragen.

  • Die Befreiung von der Quarantäne ist erst nach zwei negativen Tests möglich!

Weitere ausführliche Infos finden Sie hier.





Polen

Polens Regierung hat die Grenzkontrollen für Reisende aus EU-Ländern zum 13.06.2020 abgeschafft. Mit der Öffnung der polnischen Binnengrenze wurde auch die Quarantänepflicht aufgehoben.

Relevante Sicherheitsinfos

Innerhalb Polens ist das öffentliche Leben eingeschränkt. Seit dem 8. August ist das Land in grüne, gelbe und rote Zonen je nach Anzahl der Erkrankungen eingeteilt, in denen unterschiedliche Einschränkungen gelten. Die Aufzählung der betroffenen Kreise und Städte veröffentlicht das polnische Gesundheitsministerium auf der Website der polnischen Regierung, wo sich auch die damit verbundenen Maßnahmen finden.

Maskenpflicht: Mund und Nase müssen in Geschäften, dem öffentlichen Nahverkehr, Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Kinos, Theatern, Konzert- und Kulturhäusern, usw. bedeckt sein. Wenn die Einhaltung eine 1,5m-Abstandes nicht gewährleistet werden kann, müssen weiterhin Masken getragen werden. Seit dem 8. August 2020 besteht in roten Zonen grundsätzlich auch im Freien und bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m Maskenpflicht. Ausnahmen gelten für Kinder unter 4 Jahren, Autofahrten alleine und mit Personen des eigenen Haushalts, Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, Berufe ohne Kundenkontakt, Berufsfahrer, wenn eine Trennwand den direkten Kundenkontakt verhindert. Bei Personenkontrollen besteht die Pflicht, die Maske abzunehmen. Details zur Maskenpflicht finden Sie in englischer Sprache hier.



Schweiz

Seit dem 15. Juni 2020 ist die volle Personenfreizügigkeit mit allen EU/EFTA-Mitgliedstaaten, inklusive dem Vereinigten Königreich, wiederhergestellt. Die Grenzkontrollen an den Grenzen zwischen Schengen-Staaten und der Schweiz wurden aufgehoben. Für Erbringer von grenzüberschreitenden Dienstleistungen gelten wieder die Bestimmungen des Freizügigkeitsabkommens  (FZA) und die üblichen Anwendungsbestimmungen.

Weitere Informationen zu den üblichen Vorschriften für die Dienstleistungserbringung erhalten Sie von unserem Team der Außenwirtschaftsberatung und beispielsweise auf der Homepage der Handwerkskammer Freiburg und dem Staatssekretariat für Migration SEM.













Weitere Länder

Aktuelle und umfassende Informationen je Land bietet das Auswärtige Amt unter den Reise- und Sicherheitshinweisen.

Weitere Informationen zu einzelnen Ländern in Zusammenhang mit der Corona-Krise finden Sie auf der Seite des bayerischen Außenwirtschaftsportal.

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich bietet auf ihrer Seite spezifische Länderinformationen zum Thema Corona an. Diese finden Sie hier am Seitenende.

Außerdem bietet die GTAI (Germany Trade and Invest) auf ihrer Homepage weltweite Informationen zum Thema Corona an.

 





Ansprechpartner

Katharina Wierer
Abteilungsleiterin

Tel. 0941 7965-217
Fax 0941 7965-281217
katharina.wierer--at--hwkno.de

Corinna Utz
Projektleiterin Fachkräftezentrum Handwerk - grenzenlos erfolgreich

Tel. 0941 7965-113
Fax 0941 7965-281113
corinna.utz--at--hwkno.de



Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.