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Nützliche Informationen der Außenwirtschaftsberatung

Das Ausland ist für unsere Mitgliedsunternehmen traditionell von großer Bedeutung, sei es als Absatz- oder als Beschaffungsmarkt. Um die Chancen von Auslandsmärkten nutzen zu können, braucht man allerdings verschiedene Informationen und Erfahrungen.

Die Außenwirtschaftsberatung der Handwerkskammer hilft Ihnen beim Aufbau und der Entwicklung Ihrer Auslandsaktivitäten, schafft Kontakte zu leistungsfähigen Partnern und bietet Ihnen eine breite Palette von Veranstaltungen, die Sie mit den Eigenheiten ausländischer Märkte vertraut machen. Sie erhalten auch Informationen darüber, welche Anerkennungs-, Melde- und Registrierungspflichten bestehen können, wenn Sie in einem anderen Land Bau- Montage- oder Reparaturleistungen ausführen wollen.

Sie sind auf der Suche nach ausländischen Fachkräften? Unser " Willkommenspaket für die Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter " hilft Ihnen, damit dieses Vorhaben auch glückt. Unsere Berater haben darüber hinaus Kontakt zu den bestehenden Initiativen in Sachen ausländischer Lehrlinge und Fachkräfte und helfen Ihnen hier gerne weiter.



Aktuelles

Meldepflichten bei Arbeiten über die Grenzen

Ein Handwerksunternehmen, das Montage- oder Bauleistungen über die Grenzen in ein anderes EU-Land erbringt, unterliegt verschiedenen Meldepflichten. Die "Dienstleistungsanzeige" bringt den Nachweis, dass das Unternehmen über die nötige fachliche Qualifikation verfügt; Grundlage dafür ist eine entsprechende Bescheinigung der Handwerksrolle. Die Anzeige muss jedes Jahr formlos (und ohne weitere Bescheinigung) erneuert werden.

Unabhängig von dieser allgemeinen Anzeigepflicht müssen daneben noch jede einzelne Baustelle im Ausland beziehungsweise jeder entsandte Mitarbeiter gemeldet werden, meistens bei der zuständigen Baustellen-Kontrollinstitution (da gibt es Unterschiede in den einzelnen EU-Ländern). Diese Meldung ist deshalb erforderlich, weil in jedem EU-Land nationale arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen gelten, und um deren Einhaltung überprüfen zu können, müssen die Kontrollstellen zunächst einmal wissen, welcher Arbeitnehmer eines ausländischen Unternehmens sich wo im Inland aufhält.

In ein anderes EU-Land entsandte Arbeitnehmer bleiben zunächst bei ihrem Unternehmen im Heimatland sozialversichert. Auch die Lohnsteuer fällt zunächst im Herkunftsland an, sofern der Arbeitnehmer sich nicht mehr als 182 Tage im Land seines Auslandseinsatzes aufhält.

Genauere Informationen finden Sie bei uns im Internet unter Leitfäden und Merkblätter, oder Sie melden sich bei  Katharina Wierer oder Ingrid Schneider .



Lieferungen in ein anderes EU-Land: Vorsicht, ausführlicher Nachweis erforderlich, dass die Ware beim Kunden angekommen ist!

Wenn ein Unternehmer aus einem EU-Land Waren an einen Unternehmer in einem anderen EU-Land liefert, dann liegt eine umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung vor: Nettorechnung, keine Mehrwertsteuer.

Das ist grundsätzlich eine komfortable Regelung, aber es gelten strenge Bestimmungen für den Nachweis, dass die Ware tatsächlich über eine EU-Grenze zum ausländischen Kunden gelangt ist.

In den letzten Wochen sorgte eine neu geplante bürokratische Regelung für Unruhe inden Unternehmen: es war eine so genannte "Gelangensbestätigung" geplant, die vom ausländischen Kunden unterschrieben werden sollte und vom liefernden Unternehmen aufbewahrt werden musste. Für die Bestätigung des Abnehmers waren folgende Angaben vorgeschrieben:

  • sein Name und Anschrift
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Ware, gegebenenfalls spezielle Merkmale (etwa die Fahrzeug-Identitätsnummer bei der Lieferung von Fahrzeugen)
  • Angaben über die Beförderung, insbesondere Ort und Tag der Auslieferung der Ware an den Abnehmer
  • Ausstellungsdatum und
  • Unterschrift des ausländischen Abnehmers.

Diese Einführung dieser Regelung ist gegenwärtig auf unbestimmte Zeit verschoben, bis der entsprechende Paragraf des Umsatzsteuergesetzes neu überarbeitet wurde. Wie dann die endgültige Lösung aussehen wird, lässt sich noch nicht sagen.

Es gelten aber auch jetzt schon hohe Maßstäbe für den Nachweis der Verbringung an den Kunden im EU-Ausland, insbesondere, wenn dieser die Ware im Inland abholen lässt.

Wenn ein solcher plausibler Nachweis nicht vorgelegt werden kann, wird die Steuerfreiheit der Lieferung nicht anerkannt, und das Finanzamt fordert die Mehrwertsteuer vom Lieferer nach.

Weitere Infos erhalten Sie bei unserem Außenwirtschaftsteam



Der kostenlose Newsletter von Bayern Handwerk International (BHI), der Exportfördergesellschaft des bayerischen Handwerks bietet aktuelle Informationen zum Thema Außenwirtschaft. 

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Veranstaltungen

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Veranstaltungen 



Vorsicht, Kontrolle!

In Österreich sind derzeit besonders viele Baustellenkontrollen durch die Finanzpolizei zu beobachten.

Beim Ausführen von (Bau-) Leistungen über eine EU-Binnengrenze sind immer noch eine Reihe von Formalitäten einzuhalten und Unterlagen mitzuführen. In Österreich sind derzeit besonders viele und intensive Baustellenkontrollen durch die Finanzpolizei zu beobachten; sie haben bei allzu sorglosen bayerischen Unternehmen zu teils spürbaren Strafen geführt. Daher gilt es, die einschlägigen Anforderungen (die übrigens umgekehrt für österreichische Staatsbürger auch in Deutschland gelten) sehr genau zu erfüllen. Insbesondere sind hier die Dienstleistungsanzeige beim Wirtschaftsministerium in Wien und die Meldung der entsandten Arbeitnehmer bei der ZKO in Wien und genaue Zeitaufzeichnungen auf der Baustelle zu nennen.

Mitzuführen sind neben dem Werkvertrag die Sozialversicherungsnachweise (EU-Formulare A1), der Nachweis über die Meldung bei der ZKO und der Nachweis, dass die entsandten Mitarbeiter die österreichischen Kollektivlöhne erhalten - gefordert werden hier meistens Arbeitsverträge und ausführliche Lohnnachweise.

Bitte laden Sie sich unseren aktuellen Leitfaden für Lieferungen und Handwerksleistungen in Österreich herunter.

Dort finden Sie ausführliche Informationen und Hilfe, denn diese Regelungen gelten für alle Unternehmen, die in Österreich tätig werden, unabhängig von der Größe, also zum Beispiel auch für eingesetzte Subunternehmer. Bei letzteren ist zu beachten, dass es keinesfalls zu einer Personalvermischung mit den eigenen Leuten oder zu direkter Weisungsausübung kommt - dadurch würde der Werkvertrag zur Arbeitnehmerüberlassung oder bei "Einmann-Betrieben" zum abhängigen Arbeitsverhältnis und damit sehr teuer für den Auftraggeber des "Subunternehmers".

Falls es Probleme mit den Kontrolleuren gibt:
Ruhig mit ihnen klären, was man an Information schnell nachreichen kann, um alle Fragen zu klären.
Trotz aller Widrigkeiten:
Österreich ist für bayerische Handwerker ein sehr guter Markt, wo man gute Leistung schätzt und die Preise halbwegs stimmen. Kein Grund also, sich durch Bürokratie davon abschrecken zu lassen, gute Aufträge zu bekommen.

Gerne steht Ihnen das Außenwirtschaftsteam für Fragen und einer kostenlose Beratung zur Verfügung!

Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz ist auch Ansprechpartner für ausländische Betriebe, die in Deutschland tätig werden möchten. Damit die Beauftragung ausländischer Sub-Unternehmer für Sie möglichst reibungslos abläuft, stellen wir Ihnen unter Einheitlicher Ansprechpartner auch dazu Informationen zur Verfügung.



Katharina Wierer

Referentin Außenwirtschaftsberatung

Ditthornstraße 10
93055 Regensburg
Tel. 0941 7965-217
Fax 0941 7965-281217
katharina.wierer--at--hwkno.de

Ditthornstraße 10
93055 Regensburg
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Fax 0941 7965-281233
judith.klement--at--hwkno.de

Ditthornstraße 10
93055 Regensburg
Tel. 0941 7965-218
Fax 0941 7965-169
ingrid.schneider--at--hwkno.de