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Projekt "Perspektive 50 plus" in Landshut Gut ausgebildet, motiviert und erfahren Die unter 40-jährigen bilden selbst in Bayern längst nur noch eine Minderheit von 45 Prozent an der Bevölkerung. Aber schon mit 50 Jahren soll man zu den „älteren Arbeitnehmern" zählen und als schwer vermittelbar eingestuft werden? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat mit den Arbeitsgemeinschaften für Grundsicherung (ArGe) das Projekt „Perspektive 50 plus" gestartet, dessen Ziel es ist, Arbeitslose über 50 wieder in feste Arbeitsverhältnisse zu führen.
Eine "großartige Sache", finden der Landshuter Landrat Josef Eppeneder, Landshuts Oberbürgermeister Hans Rampf und Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit in Landshut, die bei einem Treffen ihre volle Unterstützung für die Aktion unterstrichen - und sich über beachtliche erste Erfolg freuen konnten. Trotz langjähriger Berufserfahrung und gediegener Qualifikation sind sogenannte ältere Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, legte Maria Amtmann dar. Oft würden ihre Bewerbungsunterlagen schon allein wegen des Alters ausgesondert. Das sei der Hintergrund für das Sonderprogramm des Bundes mit dem Titel „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen", erläuterte Amtmann im Beisein der beiden Spitzenrepräsentanten von Landkreis und Stadt und der Leiter der ArGe Landkreis Landshut und der ArGe Stadt Landshut, Georg Boxhammer und Marianne Wolfsecker, sowie von Benno Dörfler, Projektbetreuer der Landkreis-ArGe. Den Arbeitsgemeinschaften ist die Aufgabe übertragen, Arbeitslosengeld II-Bezieher („Hartz IV") wieder den Weg in eine dauerhafte berufliche Beschäftigung zu eröffnen. Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaften und Maria Amtmann machten deutlich, was das in der Praxis bedeutet: Intensive Kontaktaufnahme bei den Ansprechpartnern und dort, wo dies notwendig ist, einen Sinneswandel bei Arbeitgebern und Personalchefs herbeizuführen in punkto Mitarbeiter im Alter von über 50 Jahren. Die Projektverantwortlichen gehen im Übrigen auch auf die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern zu. Argumente und Angebote, die sich für die Firmen lohnen, haben sie reichlich im Handgepäck, wie die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaften in Stadt und Land ausführten: Lohnkosten- und spezielle Eingliederungszuschüsse, Ausgleichszahlungen und individuelle Förderungen können die 50plus-Projektbetreuer anbieten. Aber auch Arbeitnehmern kann aufgrund des Sonderprogramms des Bundes direkt unter die Arme gegriffen werden, wie Benno Dörfler darlegte: So könne er im Rahmen von Hilfe zu mehr Mobilität maßgeschneiderte Unterstützung anbieten. Vor allem aber haben die 50plus-Projektbetreuer deutlich mehr Zeit für einen ausgewählten Kreis von motivierten und freiwillig an dem Programm teilnehmenden Personen. Die ersten Erfolge haben nicht lange auf sich warten lassen: Im Bereich der ArGe Landkreis Landshut haben, obwohl die Aktion erst seit Anfang Januar läuft, sieben Personen wieder in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden können, vom Auslieferungsfahrer bis zur Bäckereiverkäuferin, im Bereich der ArGe Stadt sind sechs Personen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt worden. Landrat Josef Eppeneder sprach sich mit Nachdruck dafür aus, sogenannten "älteren" Arbeitnehmern über 50 mit dem neuen Programm zu helfen: So viele Menschen über 50 seien gut ausgebildet, motiviert und brächten vor allem auch etwas Unbezahlbares mit, nämlich Erfahrung und einen im Leben immer wieder bewiesenen Leistungswillen. Diese Menschen seien kein altes Eisen, sondern wertvolle Mitglieder einer Gesellschaft, die sie brauche, sagte Eppeneder und verwies darauf, dass schon in wenigen Jahren in Fachkräftemangel drohe, dem man hier nachhaltig vorbeugen könne. Oberbürgermeister Hans Rampf schlug in dieselbe Kerbe: Es sei überaus notwendig, motivierte ältere Arbeitnehmer tatkräftig zu unterstützen. Man müsse ihnen Mut machen und eine Chance auf eine dauerhafte langjährige Beschäftigung eröffnen. Gerade auch mit Blick auf den Fachkräftemangel müsse den Unternehmen klar sein, dass sie von erfahrenen älteren Mitarbeitern enorm profitierten. Eppeneder und Rampf zeigten sich überzeugt, dass die beiden Arbeitsgemeinschaften ihr für dieses Jahr gesteckte Ziel erreichen: Sie wollen jeweils 50 Personen mit Hilfe des Programms 50plus wieder ins Arbeitsleben eingliedern. |
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